Elvan Korkmaz fordert Online-Krisenhotline

Schnelles Netz und Mobilfunk: Die SPD-Bundestagsabgeordnete kritisiert den Versorger

Marc Uthmann

Stellt konkrete Forderungen: Die SPD-Abgeordnete Elvan Korkmaz. - © www.susieknoll.de
Stellt konkrete Forderungen: Die SPD-Abgeordnete Elvan Korkmaz. (© www.susieknoll.de)

Versmold. Versmolds Bürgermeister Michael Meyer-Hermann hatte sich in der vergangenen Woche bereits als Mittler für jene Bürger im Außenbereich angeboten, die vom schnellen Netz und gar vom Telefon abgehängt zu werden drohen (das Haller Kreisblatt berichtete). Parallel zu den Gesprächen der Stadtverwaltung mit der Telekom hatte auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete ElvanKorkmaz gemeinsam mit der SPD Versmold einen Fragenkatalog an die Telekom nach Bonn geschickt.

Die Genossen wollten zunächst einmal wissen, wie es um den Netzausbau in den Versmolder Ortsteilen Hesselteich und Siedinghausen steht. Das Antwortschreiben der Telekom liegt nun vor. Laut Telekom soll der Netzausbau bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Arbeiten bleiben allerdings rund 500 Haushalte in den Versmolder Ortsteilen unterversorgt – das heißt, sie erreichen maximale Internetgeschwindigkeiten von 30 Mbit/s. Darauf hatte auch der Bürgermeister hingewiesen. „Das heißt, dass sie auf unabsehbare Zeit ohne einen akzeptablen Zugang zum Internet bleiben", schreibt Elvan Korkmaz dazu in einer Pressemitteilung. Einzige Abhilfe sei laut Telekom eine erneute Ausschreibung für eine »Resteverdichtung«.

Korkmaz: „Die Einzelfälle häufen sich."

Auch Meyer-Hermann hatte das Tempo des Netzausbaus bereits kritisiert, in diese Kerbe schlägt nun auch Korkmaz: „Die Salami-Strategie im Breitbandausbau wird den Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger nicht gerecht. Internet ist Daseinsvorsorge und muss sofort und flächendeckend umgesetzt werden", fordert die Bundestagsabgeordnete.

Zudem sind die Versmolder Ortsteile wie berichtet auch von der Umstellung von analogen Anschlüssen auf die digitalen Voice-Over-IP betroffen . „Aufgrund der niedrigen Bandbreiten vor Ort, können Telefonie und Internet nicht wie vertraglich vereinbart gewährleistet werden, so dass die Telekom bereits zahlreiche Anschlüsse gekündigt hat", bilanziert Korkmaz. Die Telekom gebe zu, dass es in Einzelfällen zu Einschränkungen kommen könne. Grundsätzlich könne aber von einer Weiterversorgung ausgegangen werden. Hier widerspricht ElvanKorkmaz indes vehement: „Die Einzelfälle häufen sich, nicht nur im Kreis Gütersloh. Eine Krisenhotline seitens der Telekom, die eine schnelle Hilfe für individuelle Lösungen bietet, wäre eine echte Bereicherung für die Betroffenen."

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