Schnelles Netz: Bauunternehmen für Versmold ist gefunden

Mit einigen guten Nachrichten zum Glasfaser-Ausbau kehrt Bürgermeister Michael Meyer-Hermann vom Austausch mit der Telekom zurück. Die Stadt hat allerdings ein Auge auf die »Unterversorgten«

Marc Uthmann

Glasfaser unter die Erde: So kann der Bau des schnellen Internets auf dem Land aussehen – hier im Pflugverfahren, mit Leerrohren in der Trommel. Foto: BEER AUTOMOTIVE CONSULTING - © sewikom GmbH | BEER AUTOMOTIVE CONSULTING
Glasfaser unter die Erde: So kann der Bau des schnellen Internets auf dem Land aussehen – hier im Pflugverfahren, mit Leerrohren in der Trommel. Foto: BEER AUTOMOTIVE CONSULTING (© sewikom GmbH | BEER AUTOMOTIVE CONSULTING)

Versmold. Die Verzögerungen beim Projekt schnelles Internet hatten in Verwaltung, Politik und vor allem Bevölkerung bereits für eine Menge Unmut gesorgt (das HK berichtete mehrfach). Nun stehen die Stadt, der für den Breitbandausbau zuständige Zweckverband Infokom des Kreises Gütersloh und die mit dem Ausbau beauftragte Telekom aber immerhin im regelmäßigen Kontakt. Mittwoch gab es eines der turnusmäßigen Treffen – und Bürgermeister Michael Meyer-Hermann kann von weiteren Fortschritten in der Planung berichten.

„Die Telekom hat jetzt ein Tiefbauunternehmen gefunden, dass die Verlegung der Glasfaserleitungen übernehmen wird", sagte Versmolds Verwaltungschef gestern dem HK. „In den nächsten ein bis zwei Monaten werden dann die konkreten Baumaßnahmen besprochen." Dabei wird es darum gehen, wo Kabelverzweiger installiert werden und auf welchen Routen genau die Glasfaserleitungen verlaufen. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass für den großflächigen Breitbandausbau auf Versmolder Gebiet rund 40 Kilometer Kabel verlegt werden müssen.

Mit dem Auftrag an ein Tiefbauunternehmen bleibt das Ziel realistisch, im Sommer mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Fest steht, dass es für das Großprojekt mehrere Bauabschnitte geben soll, die weitere Umsetzung ist abzustimmen.

Mehr Infos für jene, die noch nicht zum Zug kommen

95 Prozent der neu versorgten Haushalte sollen wie berichtet mit bis zu 100 Mbit/s surfen können, 500 Haushalte allerdings würden auch nach dem Ausbau mit weniger als 30 Mbit/s als unterversorgt gelten. Aber natürlich wird sich ihre Internetgeschwindigkeit im Vergleich zum aktuellen Zustand ebenfalls verbessern – das hängt vom Abstand zum Kabelverzweiger, also der neuen Glasfasergrenze, ab.

Was die Information dieser Bürger angeht, will Michael Meyer-Hermann noch weiter in die Offensive gehen. „Wir möchten aufgezeigt bekommen, welche Geschwindigkeiten im Einzelfall für die Bürger möglich sind. In Absprache mit der Telekom wollen wir dann auf Anfrage informieren können, welche Internetgeschwindigkeit bei welcher Hausnummer auch außerhalb der Ausbaugebiete künftig ankommen wird."

Nachdem Michael Meyer-Hermann seiner Verstimmung über das komplexe, langwierige und mehrmals verzögerte Projekt zuletzt ziemlich deutlich Luft gemacht hatte, stimmen ihn die aktuellen Fortschritte positiv: „Ich denke, mit dem was jetzt passiert, werden die meisten Versmolder sehr zufrieden sein."

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