Für Gunnar Deutschmann geht's wieder nach New York

Wiederhören macht Freude: Der ehemalige CJD-Schüler Gunnar Deutschmann kehrt gerne zurück zu seinen musikalischen Wurzeln. Diesmal gibts »Fö« verfeinert

Tasja Klusmeier

Konzertreise über den großen Teich: Bassbariton Gunnar Deutschmann und seine Frau Claudia Deutschmann (Sopran, von rechts), Pianist Eckhard Wiemann, Mylène Kroon (Mezzo) und der neue Tenorbariton Georg Thauern erinnern sich gerne an ihr Konzert in Brooklyn Heights. „Das hat uns zusammengeschweißt", sagen die fünf, die bald wieder in Versmold zu hören sind.  - © Spread Voice
Konzertreise über den großen Teich: Bassbariton Gunnar Deutschmann und seine Frau Claudia Deutschmann (Sopran, von rechts), Pianist Eckhard Wiemann, Mylène Kroon (Mezzo) und der neue Tenorbariton Georg Thauern erinnern sich gerne an ihr Konzert in Brooklyn Heights. „Das hat uns zusammengeschweißt", sagen die fünf, die bald wieder in Versmold zu hören sind.  (© Spread Voice)

Versmold. Das Versmolder Publikum kennt Gunnar Deutschmann in Begleitung unterschiedlicher Ensembles und Duettpartner. Am Samstag, 26. Januar, gibt die A-cappella-Gruppe »Spread Voice« ein Konzert in der Aula im Schulzentrum. An jenem Ort, wo die fünfköpfige Gruppe vor knapp zwei Jahren Tourneeauftakt mit ihrem Programm »Fö« feierte.

Der Name ist gleich geblieben, der Inhalt aber nicht. „Fast alle Stücke" seien ausgetauscht, sagt Gunnar Deutschmann, der inzwischen mit seiner ebenso musikalischen Familie in Vlotho lebt. Bei der Fortsetzung von »Fö« lassen die Sänger das Beste noch mal erklingen und geben einen Vorgeschmack aufs zweite Programm, mit dem sie ab September auf Tour gehen.

Die Frage nach der Bedeutung des Programmnamens möchte der Diplom-Opernsänger nicht in Gänze beantworten. Ob es möglicherweise mit dem französischen Wort feu für Feuer zu tun habe, erkundigt sich das HK. Und liegt mit dieser Vermutung, so sagt Deutschmann, gar nicht so verkehrt. Es handele sich um einen Kunstbegriff, der für Emotion, Begeisterung und Leidenschaft stehe, der aber Spielraum geben soll. Spielraum für eigene Interpretation, für das eigene Verständnis von Fö.

Die A-cappella-Gruppe will ihre Stimmen breit streuen. Auf der Tourneeliste stehen neben vielen Gastspielen in der Region die Orte Freiburg, Basel und gar zwei Konzerte in Amerika. Vor einem Jahr reiste »Spread Voice« ins amerikanische Clark (New Jersey) und Brooklyn (New York City). Der Kontakt zum Kirchenvorsteher der evangelischen Zionsgemeinde in Brooklyn Heights, wo viele Nachkommen deutscher Auswanderer leben, machte das möglich.

Finnland und Schweden im Visier

Schon mit früheren Ensembles tourte der CJD-Abiturient einst dort durch die Lande. Vor dem Auftritt in Brooklyn habe er dennoch viel Respekt gehabt, gesteht Deutschmann. „Man könnte meinen, New York hätte schon alles gehört – hat es aber wohl nicht." Das Feedback aus der US-Metropole sei jedenfalls „toll" gewesen. Insbesondere mit ihrem ABBA-Medley hätte die Band ein Alleinstellungsmerkmal, das beim internationalen Pub-likum ankomme. „Amerika funktionierte", sagt Deutschmann rückblickend.

Von Brooklyn beflügelt will das Ensemble in „Deutschland auf und ab" singen – und seine Fühler zunehmend ins europäische Ausland ausstrecken. Die Teilnahme an einem Festival in Finnland ist in Planung, ins Land der schwedischen Popikone ABBA sind erste Kontakte geknüpft. „Wir versuchen jeden mit seinem Musikgeschmack abzuholen", sagt der 50-Jährige über das mögliche Erfolgsrezept. »Spread Voice« verbinden Pop, Jazz, Swing, Oper und Klassik „auf augenzwinkernde Weise, hohem Niveau und mundgerecht", beschreibt der Bassbariton die Philosophie.

Seit einem Vierteljahr lebt Gunnar Deutschmann allein von der Musik – wie schon in früheren Jahren. Seine Festanstellung im Vertrieb eines Medienkonzerns hängte der Familienvater an den Nagel, gönnte sich ein Sabbatjahr, um jetzt mit neuen Projekten durchzustarten. Die Tätigkeit als Musiklehrer an der Sekundarschule Vlotho gibt ihm die finanzielle Sicherheit und die Zeit, sich aufs Ensemble zu konzentrieren. „Das ist einfach mein Herzstück."

¦ Das Konzert findet am Samstag, 26. Januar, ab 19.30 Uhr in der städtischen Aula statt. Karten zum Preis von 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühr sind in der Buchhandlung Krüger und online über www.ticketmaster.de zu bekommen.

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