VersmoldRisse im Peckeloher Kunstrasenplatz - Verein in Sorge

Tasja Klusmeyer

Am Kunstrasenplatz des SC Peckeloh nagt der Zahn der Zeit. - © Jan Herrmann
Am Kunstrasenplatz des SC Peckeloh nagt der Zahn der Zeit. © Jan Herrmann

Versmold-Peckeloh. Das Grün ist längst nicht mehr so satt wie auf den neueren Plätzen in Versmold und Oesterweg. Das schwarze Granulat lässt das Peckeloher Fußballfeld an vielen Stellen schäbig aussehen. Neben der Optik macht sich der SCP zunehmend Sorgen um die Funktionalität. „Wir haben Angst um unseren Alltag", sagt Vorsitzender Stephan Potthoff-Wenner dem HK ergänzend zu einer Veröffentlichung in der Vereinszeitschrift, die diese Woche erschienen ist.

Sowohl im Vorwort als auch auf einer ganzen Seite widmet sich der Verein dort der Thematik und spricht von einer „weiterhin nicht befriedigenden Lösung" und der Befürchtung, „dass der Platz durch die anhaltend hohe Beanspruchung bald unbespielbar wird, ohne dass eine Alternative in Sicht ist".

Grund für diese Einschätzung und die Veröffentlichung sind Schäden aus der jüngeren Vergangenheit. Ende August waren vermehrt Risse im Bereich des Strafraumes aufgetreten. „Das zeigt, dass der Platz immer grenzwertiger wird", sagt Potthoff-Wenner. Spiel- und Trainingsbetrieb wurden bisher aber nicht beeinträchtigt.

Situation soll 2019 geprüft werden

Erfreulich sei, so sagt der Vorsitzende im Gespräch mit dem HK , dass die Stadt prompt reagierte und die Schäden beheben ließ. Ebenso sei er erfreut, dass die Verwaltung nun für 2019 zunächst einmal 20.000 Euro für Planungen in den Haushalt einstellen wolle (wir berichteten).

Anfang 2017 hatte die Stadtverwaltung klären lassen, welche Haltbarkeit der Kunstrasen habe. Der Hersteller geht von 2020/21 aus. „Natürlich wird der Platz mit der Zeit nicht besser", sagt auch Bürgermeister Michael Meyer-Hermann.

In der Prüfung im nächsten Jahr soll die Sportplatzsituation in Peckeloh insgesamt betrachtet werden – welche Optionen denkbar sind und was sie kosten würden. „Unser Traum ist natürlich, etwas auf der anderen Seite der Münsterstraße machen zu können", sagt Stephan Potthoff-Wenner. Diese Idee einer zentralen Spielstätte etwas abseits des Siedlungsgebietes anstelle zweier getrennt voneinander liegender Plätze, an denen es Nachbarschaftsprobleme gibt, ist nicht neu. Realistisch aber ist sie nicht, das räumt der Vorsitzende ein. Zunächst einmal sei es dem Sportclub wichtig, die Dringlichkeit für den Verein darzustellen. „Die Planung ist absolut notwendig."

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