KWG-Großprojekt soll im Januar fertiggestellt sein

Marc Uthmann

Neuer Wohnraum am Stadtrand: Die KWG baut an der Goethestraße in zweiter Reihe ein Neunfamilienhaus.  - © Tasja Klusmeyer
Neuer Wohnraum am Stadtrand: Die KWG baut an der Goethestraße in zweiter Reihe ein Neunfamilienhaus.  (© Tasja Klusmeyer)

Versmold. Ein Neunfamilienhaus entsteht derzeit unter der Adresse Goethestraße 14 a – bereits die Hausnummern 9, 12, 14 und 16 sind KWG-Häuser. Die Genossenschaft prägt also dieses Viertel, mit den neun neuen Einheiten werden es 45 Wohnungen in der Straße sein. „Wir konnten auf einem eigenen, großzügig geschnittenen Grundstück bauen, mussten nur ein kleines Stück Land von der Stadt zukaufen", sagt KWG-Geschäftsführer Sven Eisele auf Anfrage des Haller Kreisblattes.

Nachverdichtung in der zweiten Reihe

Anders wäre das Projekt wohl auch nicht realisierbar gewesen, denn die KWG ist auf relativ günstiges Bauland angewiesen, um Mietwohnungen ohne Zweckbindung zu vertretbaren Preisen anzubieten. Die neue Adresse in der Goethestraße, hinter der Hausnummer 16 gelegen, ist darum ein Glücksfall. Auch aus Sicht der Stadt, denn das Projekt bedeutet Nachverdichtung in der zweiten Reihe und entspannt die Lage auf dem Wohnungsmarkt ein wenig.

Neuer Wohnraum am Stadtrand: Die KWG baut an der Goethestraße in zweiter Reihe ein Neunfamilienhaus.  - © Tasja Klusmeyer
Neuer Wohnraum am Stadtrand: Die KWG baut an der Goethestraße in zweiter Reihe ein Neunfamilienhaus.  (© Tasja Klusmeyer)

Sechs Garagen mussten abgerissen werden, um den Neubau zu realisieren. Zugleich wurden auf den KWG-Grundstücken an der Goethestraße allerdings auch 20 zusätzliche Pkw-Stellplätze bereitgestellt. Insgesamt investiert die Genossenschaft 1,4 Millionen Euro. Die Arbeiten haben Ende 2017 begonnen, im kommenden Januar soll das Haus bezugsfertig sein.

Auf den Markt gekommen sind je drei Wohnungen mit 58, 82 und 96 Quadratmeter Fläche. Die Vermarktung lief gut. „Die Nachfrage nach den unterschiedlichen Wohnungsgrößen war ungefähr gleich stark. Es gab allerdings auch einzelne Nachfragen nach Fünf-Zimmer-Wohnungen", berichtet Sven Eisele. Hier hat die KWG in Versmold wie berichtet ein Pilotprojekt an der Friedrich-Menzefricke-Straße umgesetzt: zwei Doppelhäuser mit vier Fünf-Zimmer-Wohnungen. „Aktuell liegt der Fokus der Nachfrage aber mehr auf Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen", so Eisele.

Weitere Projekte in Versmold sind derzeit nicht geplant

Weitere Projekte hat die KWG in Versmold aktuell nicht in Planung; dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen baut sie nun zunächst in Borgholzhausen, Halle und Steinhagen im großen Stil neue Wohnungen. Zum anderen ist jedes Investment auch eine Frage des günstig verfügbaren Baulandes. Und daran hapert es derzeit eben auch in Versmold.

Bewegung in den gesamten Markt dürfte durch die 40 bis 50 geplanten Wohnungen im Neubaugebiet Hohlweg kommen. Die Stadt hofft wie berichtet, dass dieses zusätzliche Angebot die Lage entspannen wird – und Sven Eisele stimmt den Verantwortlichen im Rathaus da durchaus zu: „Jede neue Wohnung kann prinzipiell Umzugsketten in Gang setzen, so dass an anderer Stelle Wohnungen frei werden." Doch der Fachmann weist zugleich darauf hin, dass ein neues Wohngebiet auch den Zuzug von außen motiviert.

So bleibt die KWG auch künftig einer der ersten Ansprechpartner und Hoffnungsträger, wenn es um die Schaffung bezahlbaren Wohnungsraumes geht. „Diese Verantwortung nehmen wir auch an und nutzen jede Gelegenheit", sagt Sven Eisele. „Aber wir sind eben mehreren Kommunen verpflichtet."

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