Mutmaßliche Diebesbande aus Harsewinkel hat auch in Versmold zugeschlagen

Nils Middelhauve

Symbolbild - © kraximus2010 - Fotolia
Symbolbild (© kraximus2010 - Fotolia)

Versmold/Bielefeld. Zwei Männer sowie eine Frau aus Harsewinkel müssen sich jetzt vor der IV. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts verantworten. Sie sind dringend verdächtig, in mehrere Geschäftsräume unter anderem in Versmold und Harsewinkel eingebrochen zu sein. Darüber hinaus werfen die Ermittler einem der Männer, dem 42-jährigen Pedro J. (Namen aller Betroffenen geändert), einen Raubüberfall in seinem Heimatort vor.

Die Staatsanwaltschaft geht von folgendem Geschehen aus: In der Nacht auf den 13. Februar dieses Jahres stieg Pedro J. mit zwei unbekannten Mittätern in ein Einfamilienhaus in Harsewinkel ein. Sie forderten von dem dort lebenden Ehepaar Schmuck und Bargeld. Als die Überfallenen signalisierten, nichts herausgeben zu wollen, holte einer der Täter aus dem Schlafzimmer des Sohnes ein an der Wand hängendes Samuraischwert, mit dem er das Paar bedrohte. Die Männer schlugen mit Fäusten auf das Paar ein und flohen schließlich mit zwei aus dem Zimmer des Sohnes erbeuteten Messern.

Zwischen dem 9. Februar und dem 14. März begingen die drei Angeklagten – neben J. handelt es sich dabei noch um Bettina V. (30) und Jens F. (21) – mehrere Einbrüche in Geschäftsräume. Die Beute sollte verkauft werden, um den Drogenkonsum des Trios zu finanzieren. Als Treffpunkt und Lager für die gestohlenen Wertgegenstände diente die Wohnung der angeklagten Frau.

Mehrfach machte das Trio wertvolle Beute. So in der Nacht auf den 4. März, als sie aus einem an der Versmolder Münsterstraße gelegenen Fotostudio Equipment im Wert von rund 18.000 Euro entwendeten. Bei weiteren Einbrüchen stahl das Trio Geräte im Wert von 32.000 Euro. Darüber hinaus drang Pedro J. in der Nacht auf den 28. November 2017 mit einem unbekannten Mittäter in ein Juweliergeschäft in Harsewinkel ein, aus dem die Männer einen Tresor mit Bargeld und Schmuck im Wert von 60.000 Euro entwendeten.

Verteidiger Martin Mauntel, der Bettina V. vor Gericht vertritt, kündigte an, dass sich seine Mandantin am kommenden Verhandlungstag, dem 1. Oktober, zu den Vorwürfen äußern wolle. Die beiden Mitangeklagten werden allerdings voraussichtlich zunächst schweigen.

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