Situation im Versmolder Parkbad entspannt sich

Silke Derkum-Homburg

Chlorfreies Badevergnügen hat seinen Preis: Bei der Hitzewelle kann das Naturbad zeitweise nicht mehr als 1.000 Besucher täglich aufnehmen. - © Silke Derkum-Homburg, HK
Chlorfreies Badevergnügen hat seinen Preis: Bei der Hitzewelle kann das Naturbad zeitweise nicht mehr als 1.000 Besucher täglich aufnehmen. (© Silke Derkum-Homburg, HK)

Versmold. Die Hitze hält an und die Besucher strömen zur Abkühlung ins Parkbad. Allerdings in geringerer Zahl als in der letzten Juliwoche. Immer noch sehr gute 3.940 Gäste zählten die Schwimmmeister vom vergangenen Montag bis Sonntag im Versmolder Naturbad. Das waren 1.380 weniger als in der Woche zuvor.

Der leichte Rückgang hatte jedoch auch etwas Gutes. Denn anders als Ende Juli musste in der vergangenen Woche kein Besucherstopp ausgesprochen werden. Zum einen, weil an sechs von sieben Tagen die Besucherzahl zwischen 510 und 820 lag und somit die magische Grenze von 1.000 Besuchern nicht erreicht wurde.

Am vergangenen Freitag konnten dann sogar 1.100 Besucher die Abkühlung im Parkbad genießen. „Da die Besucherzahlen an den vier vorangegangen Tagen deutlich unter 1.000 lagen, war die Wasserqualität stabil und die Kollegen vor Ort konnten problemlos mehr Besucher einlassen", sagt Sonja Färber, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste der Stadtverwaltung, dem das Schwimmbad zugeordnet ist.

Wasser hatte sich auf passende 20 Grad abgekühlt

Zwar werden die ausführlichen Laboruntersuchungen vorschriftsmäßig im 14-tägigen Rhythmus durchgeführt, aber die Schwimmmeister vor Ort prüften natürlich auch täglich den pH-Wert, die Trübung des Wassers und die Temperatur. Und die habe am Freitagmorgen bei 20 Grad gelegen. Dies ist weit entfernt von der empfohlenen Wasserhöchsttemperatur von 24 Grad und noch weiter entfernt von den 26 Grad der vergangenen Woche, die das Wasser nur wenige Tage haben dürfe, bevor die Belastung durch die Bakterien zu groß sei und es möglicherweise kippen könne.

Einige Versmolder zeigten sich trotzdem verärgert über die Höchstgrenze. Das Haller Kreisblatt erreichten entsprechende Zuschriften. „Was mich etwas verärgert, ist die Planung des Schwimmbades. Für eine Stadt von 20.000 Einwohnern, eine Kapazitätsgrenze von 1.000 Besuchern täglich im Schwimmbad zu haben, scheint mir eine deutlich zu geringe Zahl", schreibt ein HK -Leser. „Für alle Versmolder, die eine Abkühlung bei diesem Wetter brauchen, und fleißig Steuern in die Kasse der Stadt zahlen, ist dies doch ziemlich enttäuschend. Ich werde zukünftig das Waldbad in Steinhagen aufsuchen."

Fachbereichsleiter Thomas Tappe hatte bereits vergangene Woche im Gespräch mit dem Haller Kreisblat t angekündigt, dass man nach der Saison nach Lösungen suchen wolle, um künftig auch bei Hitzewellen einen Besucherstopp vermeiden zu können.

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