Kunstkreis verschönert graue Stromkästen

Marion Bulla

Vorsicht Kunst: Dies ist einer von 23 bemalten Stromkästen, die der Kunstkreis in einer Ausstellung präsentiert. Petra Kuhn (links) und Annelie Pielsticker vom Vorstand freuen sich auf viele Besucher. - © Marion Bulla, HK
Vorsicht Kunst: Dies ist einer von 23 bemalten Stromkästen, die der Kunstkreis in einer Ausstellung präsentiert. Petra Kuhn (links) und Annelie Pielsticker vom Vorstand freuen sich auf viele Besucher. (© Marion Bulla, HK)

Versmold. Stromkasten gründlich säubern, dann grundieren, bemalen und mit einem Schutzanstrich versehen – das war jede Menge Arbeit für die Akteure. Aber es hat sich gelohnt. An verschiedenen Stellen auf Stadtgebiet hat Kunst im Straßenraum Einzug gehalten.

Die grauen Kästen sind selten schön. Vor allem, wenn sie alt sind und verdrecken, werden sie oftmals sehr unansehnlich. Der Meinung war auch der Kunstkreis. Bereits vor drei Jahren hatten die Mitglieder an einigen Stellen für Abhilfe gesorgt. So gab es einen Aufruf in Kindergärten, Schulen und in der Bevölkerung, sich kreative Gedanken zu machen, die Kästen zu verschönern. Insgesamt 23 Kunstwerke sind im Rahmen der Aktion seither entstanden.

Die Stadtwerke hatten die Objekte im Vorfeld gesäubert, bevor es losging mit Grundierung, Schleifen und Malen. Auch die Materialien wurden von den Stadtwerken gesponsert. 13 Kreative haben ehrenamtlich losgelegt und sich an den verschiedenen Standorten ans Werk gemacht. Bis auf zwei, die mit Graffiti verschönert wurden, sind die Kästen mit Acrylfarben bemalt worden.

„Manchmal war es schwierig, die richtige Zeit abzupassen. Es darf ja keine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrschen", erklärt Mitorganisatorin Petra Kuhn. Die Motive sollten einen Bezug zur Stadt oder zum Standort haben. Viele ganz unterschiedliche Ideen sind verwirklicht worden. So schmückt etwa ein Exemplar, das am Rathaus steht, das Wappen der Stadt, ein anderes ziert eine Sommerwiese.

Die Ergebnisse können Interessierte am Donnerstag, 12. Juli, ab 18 Uhr in der Galerie et in Augenschein nehmen. Wenn auch nicht in echt. Es werden Vorher-Nachher-Bilder ausgestellt. „Die Besucher bekommen einen Flyer, auf dem alle Kästen abgebildet sind, und auch wo sie zu finden sind. Vielleicht machen einige ja ihre eigene Stadtführung von Kasten zu Kasten", wünscht sich Petra Kuhn.

Die Fotos sind vom 12. bis zum 22. Juli in der Galerie an der Münsterstraße ausgestellt und können zu den üblichen Öffnungszeiten bestaunt werden. Es gibt noch eine Vielzahl an Verteilern, die im Einheitsgrau ihr Dasein fristen. Insgesamt sind es 80, die den Stadtwerken gehören.

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