Intime Videos: Erpresser drohen per E-Mail

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Symbolfoto - © Marc Uthmann
Symbolfoto (© Marc Uthmann)

Kreis Gütersloh/Versmold (HK/mw). E-Mails, in denen mit der Veröffentlichung eines kompromittierenden Videos gedroht wird, gehen seit einigen Wochen bei vielen Menschen aus dem Kreis Gütersloh ein – das berichtet jetzt die Kreispolizei Gütersloh.

Dabei handelt es sich um eine neue, bundesweit auftretende Masche von Kriminellen. Von den Empfängern wird ein hoher Geldbetrag gefordert, der mit der digitalen Währung »Bitcoin« bezahlt werden soll. In Versmold hatte eine HK-Leserin bereits Anfang Februar eine solche E-Mail empfangen.

Absender täuschen vor, Rechner gehackt zu haben

Die Täter haben ihr Vorgehen nicht geändert. In der E-Mail wird weiterhin detailliert erläutert, wie die Täter an die peinlichen Videos gekommen sein wollen: Mittels einer Schadsoftware seien die Computer infiziert worden. Auf diese Weise gaben die Täter vor, die Nutzer über die Kamera und das Mikrofon des Computers auszuspionieren. Infolgedessen hätten die Täter nun Videos, die den Nutzer beim Masturbieren und Anschauen von Pornos zeigen. Damit das Video nicht per E-Mail und in sozialen Medien verteilt werde, müsse gezahlt werden.

Dazu sind im Kreis Gütersloh nun Strafanzeigen eingegangen, informiert die Polizei. In allen Fällen seien die Rechner der Geschädigten jedoch nicht mit einer Spy-Software infiziert worden. Die Täter hoffen offensichtlich, dass das ein oder andere der tausendfach angeschriebenen Opfer, das sich ertappt fühlt, zahlt – um eine peinliche Verbreitung der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden Videos zu verhindern.

Die Polizei rät, auf keinen Fall auf die Forderungen einzugehen und Anzeige zu erstatten. Anhänge von unbekannten Empfängern sollten nicht geöffnet werden, warnen die Beamten. Die Polizei berät unter Tel. (0 52 41) 86 90.

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