Erfolgreiche Wildtier-Aktion: Schwangeres Eichhörnchen im Garten

Melanie Wigger

Dieses Eichhörnchen hat in Peckeloh ein Zuhause gefunden. - © Marion Richter
Dieses Eichhörnchen hat in Peckeloh ein Zuhause gefunden. (© Marion Richter)

Versmold. Nach dem Sturmtief Friederike rief die Peckeloherin Marion Richter zu einer Aktion für obdachlose Wildtiere auf. Sie schlug vor, Nistkästen für Eichhörnchen zu bauen. Sie selbst machte es gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten vor. Kurz darauf meldete sich die evangelische Kita von der Gartenstraße. Dort wurden in der Eichhörchengruppe sechs Kobel gebaut und passend zur Paarungszeit in den Bäumen rund um die Einrichtung angebracht.

Dass die von Menschenhand gebauten Heime auf tierisches Interesse stoßen, zeigt sich zwei Monate später in Marion Richters Garten. Auch wenn es erst ganz anders aussah: "Wir dachten die ganze Zeit, der Kobel wäre von den Eichhörnchen nicht angenommen worden. Man sah zwar ab und an, dass irgendetwas vor sich ging, weil das Nistmaterial, was wir reingelegt hatten, verschoben war, aber mehr konnten wir nicht bemerken."

Schwangeres Eichhörnchen im Gartenkobel

Doch jetzt weiß Richter mehr, über ihre Garten-Mitbewohner: "In dieser Woche flog ein Dohlenpaar zum Kobel. Sie räumten den halben Kobel leer und durchwühlten alles." Vielleicht wollten die Dohlen dort brüten, vermutet Richter. "Mag aber auch sein, dass sie auf Eiersuche waren. Nachdem sie mich bemerkten, haben sie noch zwei weitere Versuche unternommen und waren dann weg."

Die Kinder der evangelischer Kindergarten an der Gartenstraße bauen Kobel. - © Tasja Klusmeyer
Die Kinder der evangelischer Kindergarten an der Gartenstraße bauen Kobel. (© Tasja Klusmeyer)

Eine Stunde später folgte die Überraschung: Ein Eichhörnchen kletterte sehr langsam am Baum herunter und schnurzstraks in den Kobel. "Offenbar ist er doch angenommen worden. Wir werden schauen, wie es weitergeht." Und nicht nur das: Vielleicht werden es bald sogar noch mehr, denn Richter hat beobachtet, dass das Tier schwanger ist.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.