Versmolder Brandstifter macht Angaben zu 18 Taten

Andreas Eickhoff

Lichterloh: Der Großbrand im Wilhelm-Vinke-Ring klärt sich nun auf. - © Andreas Eickhoff
Lichterloh: Der Großbrand im Wilhelm-Vinke-Ring klärt sich nun auf. (© Andreas Eickhoff)

Versmold. Die Versmolder können wohl in Zukunft wieder etwas ruhiger leben: Der 23-Jährige, der die Brandlegungen an der Friedhofstraße und am Wilhelm-Vincke-Ring bei der Polizei gestanden hat, räumte nach Informationen des Haller Kreisblattes auch die Vandalismusschäden im Freibad ein. Ob und inwieweit er für die Straftaten allerdings zur Rechenschaft gezogen werden kann, müssen wohl noch weitere Untersuchungen ergeben.

Der junge Mann soll unter Betreuung stehen, ob er die Folgen seiner Taten absehen konnte, muss sich nun also erst noch zeigen. Rechtsanwalt Andreas Trylla aus Gütersloh, Pflichtverteidiger des jungen Versmolders, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, der Untersuchungshaftbefehl sei am Samstag erlassen worden, um mögliche weitere Straftaten des 23-Jährigen zu verhindern.

Nach dem Brand: Am Wilhelm-Vinke-Ring. - © Andreas Eickhoff
Nach dem Brand: Am Wilhelm-Vinke-Ring. (© Andreas Eickhoff)

Der Rechtsanwalt fügte an, dass er momentan noch keinen weiteren Angaben zu den Vorwürfen gegen seinen Mandanten machen könne. „Bisher hatte ich leider erst kurz eine Gelegenheit, mit meinen Mandanten zu sprechen", so der erfahrene Strafrechtler. Er strebe aber schnellstmöglich eine Überprüfung des Haftbefehls an, so Trylla abschließend.

Nach Angaben der Polizei hatte der 23-Jährige in einer ersten Vernehmung neben den Bränden an der DRK-Kita, der Friedhofstraße und am Wilhelm-Vincke-Ring Angaben zu weiteren 15 Brandstiftungen und Sachbeschädigungen eingeräumt – auch die jüngsten Verwüstungen im Parkbad. Seit Januar war es, besonders an den Wochenenden, immer wieder zu Kleinbränden und Vandalismusschäden gekommen. Nach Informationen des Haller Kreisblattes zählen auch ein Brand in einem Wäldchen am Bruch, eine brennende Hecke, brennender Müll an der Friedrichstraße und angezündete Strohballen am Caldenhofer Weg dazu.

Zu seinem Motiv machte der junge Mann in seinen ersten Vernehmungen keine Angaben. Nachdem sich am Freitagabend der junge Mann auf der Polizeiwache an der Bachstraße in Versmold gestellt und die Taten eingeräumt hatte, wurde er zunächst in das Polizeigewahrsam nach Gütersloh gebracht.

Von hier aus wurde er dann am Samstagvormittag auf Antrag der Bielefelder Staatsanwaltschaft der Haftrichterin in Bielefeld vorgeführt. Sie ordnete die Untersuchungshaft des in Harsewinkel lebenden Mannes an.

Über mögliche Mittäter ist noch nichts bekannt. Polizeisprecherin Katharina Felsch sagte am Montagnachmittag, bislang habe es seitens der Polizei noch keine Festnahmen in dem Fall gegeben.

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