120 Ehrenamtliche sammeln Müll in Bockhorst

Zurück in den Naturzustand: Umweltschützer befreiten den Ortsteil Bockhorst am Wochenende von Gerümpel und Abfall. Ein Schild sorgte für allgemeines Schmunzeln

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Hat nicht ganz geklappt: Die jungen Helfer bei der Müllsammelaktion in Bockhorst – Luca (von links), Aaron, Jonas, Nico, Lukas und Sophie – können über das Schild lachen. - © Max Backhaus
Hat nicht ganz geklappt: Die jungen Helfer bei der Müllsammelaktion in Bockhorst – Luca (von links), Aaron, Jonas, Nico, Lukas und Sophie – können über das Schild lachen. (© Max Backhaus)

Versmold. Welch Ironie des Schicksals. Inmitten von Müllsäcken im Bockhorster Wald entdecken die Waldsäuberer ein Schild mit der Aufschrift »Müllabladen verboten«. Da die eindeutige Anordnung der Stadt Versmold offenbar nicht eingehalten wurde, hatten die Müllsammler wieder allerhand zu tun.

Egal ob Fahrrad, Radio, Dessous, Farbtopf oder Wasserkocher – auch in den vergangenen zwölf Monaten haben Versmolder die skurrilsten Dinge heimlich verschwinden lassen – „und das finden wir halt richtig blöd", stellt Helfer Lukas klar.

„Man kann immer etwas für die Umwelt tun."

Der Viertklässler ist zum zweiten Mal dabei und erzählt stolz, dass er alle Umweltprojekte mitmacht, die angeboten werden: „Man kann immer etwas für die Umwelt tun."

Dieses Jahr sei wegen des großen Sturmtiefs Friederike „gefühlt etwas mehr zu tun gewesen als im Vorjahr", ließ Stadtmitarbeiter Jens Dieckmann durchdringen, der dieses Jahr die Bockhorster begleitete.

Gleich sechs Traktoren mit Anhänger waren auf Kehrichtsuche in den von Organisator Henning Rattenholl eingeteilten Bezirken. Drei Stunden lang machten sich die Freiwilligen zunächst bei Regen, später bei Sonnenschein auf die Suche. Im Anschluss wurde an der Bockhorster Grundschule bei Bratwurst und Kaltgetränk über die ungewöhnlichsten Funde geplaudert.

Die Landesbehörde »Straßen.NRW« übernahm den Bereich an der Bundesstraße. Hilfe gab es außerdem auch von der »Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh« (GEG), die sowohl Warnwesten und Greifzangen, als auch ein Freikontingent von 5,9 Tonnen Müllentsorgung zur Verfügung stellten. In Loxten, Oesterweg und Hesselteich machten sich ebenfalls Gruppen auf, um die Natur vom Abfall zu befreien. Aus personellen Gründen wurde die Sammelaktion in Peckeloh um eine Woche auf den kommenden Samstag verschoben.

Ob das Vorjahresergebnis von 4,1 Tonnen wieder einmal unterboten werden kann, wird sich deshalb erst in der kommenden Woche herausstellen.

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