Schulwege sollen sicherer werden

Politik berät über das tägliche Verkehrschaos an Schulen

Tasja Klusmeyer

Versmold. Hunderte Versmolder Schüler genießen zurzeit Woche zwei der Herbstferien. Doch schon nächsten Montag geht es wieder los, das Schulwegchaos. Die Politik sucht Lösungen und beschäftigt sich kommenden Dienstag im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung gleich in mehreren Tagesordnungspunkten mit dem Thema Schulwegsicherheit.

Nicht so einfach: Wenn Schulkinder sich den Weg vorbei an parkenden und fahrenden Autos bahnen müssen, kann es brenzlig werden. Über Möglichkeiten, die Gefahrensituation zu entschärfen, machen sich Politik und Verwaltung Gedanken. Foto: photophonie/Fotolia.com - © photophonie - Fotolia.com
Nicht so einfach: Wenn Schulkinder sich den Weg vorbei an parkenden und fahrenden Autos bahnen müssen, kann es brenzlig werden. Über Möglichkeiten, die Gefahrensituation zu entschärfen, machen sich Politik und Verwaltung Gedanken. Foto: photophonie/Fotolia.com (© photophonie - Fotolia.com)

Zwei Anträge hat die heimische SPD dazu auf den Weg gebracht: Sie will die Situation an der Sonnenschule sowie am Gymnasium verbessern. Genau diese beiden Bereiche waren es auch, über die das Haller Kreisblatt vor den Herbstferien berichtet hatte. Anlässlich der jährlichen Aktionswoche an der Grundschule hatten wir mit den jeweiligen Schulleitern über die Problematik des Elterntaxis gesprochen.

Mühlenstraße

Von „chaotischen Situationen" zu Bring- und Abholzeiten im Nahbereich des CJD-Gymnasiums schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Antrag an die Stadt. Sie verweisen zudem auf die Sitzung des Planungsausschusses im Juni, in dem die SPD-Fraktion bereits auf diese Verhältnisse an der Mühlenstraße aufmerksam gemacht hatte. Die Verwaltung hatte seinerzeit, wie berichtet, die Möglichkeit sogenannter Kiss-&-Ride-Parkplätze ins Gespräch gebracht und davon gesprochen, dafür die gesamte Grundstückssituation im Schulumfeld betrachten zu müssen. Die SPD-Fraktion fordert nun, die Prüfmaßnahmen zeitnah umzusetzen und anschließend im Fachausschuss zu beraten. „Das Einwirken auf die Eltern über Elternbriefe scheint bisher nicht funktioniert zu haben" so Fraktionsvorsitzende Liane Fülling.

Wersestraße

Eine ganz konkrete Maßnahme möchte die SPD an der Wersestraße umgesetzt wissen. Um Grundschülern die sichere Überquerung zu ermöglichen, soll in Höhe der Zufahrt zur Sonnenschule ein Zebrastreifen angelegt werden. Davon profitieren sollen zudem die Bewohner und Besucher des neuen AWO-Viertels samt Kita in direkter Nachbarschaft zur Schule.

Die „kritische Verkehrssituation" ist nicht das erste Mal Thema. Im Zuge der Schulwegsicherung wurde bereits vor einigen Jahren eine Querungshilfe installiert. „Diese ist jedoch für die Verkehrsteilnehmer und speziell für die Kinder sehr verwirrend", sagt Fraktionschefin Liane Fülling. Einige Autofahrer hielten an, um Kinder queren zu lassen, andere führen durch. „Die Sicherheit wird durch diese Querungshilfe nicht gefördert", fasst Fülling zusammen und fordert deshalb nun einen Fußgängerübergang. Die Stadt solle sich zeitnah mit der anordnenden Behörde, dem Kreis Gütersloh, in Verbindung setzen.

Nordfeldstraße

An anderer Stelle steht bereits fest, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt werden. Die Nordfeldstraße ist laut Verwaltung eine für den Schülerradverkehr zur Sekundarschule an der Schützenstraße wichtige Verbindung. Nachdem Anwohner mehrfach von gefährlichen Situationen dort berichtet hatten, war der Bereich im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Verkehrsschau begutachtet worden. Die Abteilung Straßenverkehr des Kreises stellte dabei fest, dass Beschilderung und Nutzung nicht optimal seien und in Teilen nicht den Vorschriften entsprächen. Problem ist vor allem der zu schmale Gehweg, der Radverkehr in beide Fahrtrichtungen nicht erlaubt.

Verschiedene Maßnahmen sind deshalb in Abstimmung mit dem Kreis zu prüfen, um die Situation zu entschärfen. Unter anderem soll ein Schutzstreifen für Radler auf der Nordfeldstraße in Richtung Rothenfelder Straße angelegt werden. Darüber und über andere Möglichkeiten will die Verwaltung informieren.

Der Ausschuss tagt am Dienstag, 25. Oktober, ab 17.30 Uhr im Rathaus.

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