Bombe im Bankautomat: Polizei sucht nach mindestens zwei Männern

Eine Überwachungskamera der Volksbank zeigt mindestens zwei männliche Personen.

Melanie Wigger, Nicole Donath

Ein Bombenfund im Geldautomat der Volksbank-Filiale Am Markt - © Jonas Damme
Ein Bombenfund im Geldautomat der Volksbank-Filiale Am Markt (© Jonas Damme)

Steinhagen. Nachdem bislang noch unbekannte Täter in der Nacht zu Dienstag, 2. Juni, mittels eines Sprengsatzes den Geldautomaten der Volksbank-Filiale Am Markt detonieren lassen wollten, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

Auf den Aufnahmen einer Überwachungskamera war zum Zeitpunkt 4.09 Uhr zu erkennen, dass es sich bei den Tätern um mindestens zwei männliche Personen von schlanker Statur handelt – und genau die werden jetzt gesucht. Dabei sind die Beamten auf Hilfe angewiesen: Wer zu der Zeit im Bereich des Tatortes oder in dessen Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht oder Hinweise zu den Männern geben kann, wem Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind oder wer anderweitige Angaben machen möchte, möge sich dringend bei der Polizei in Gütersloh unter (0 52 41) 86 90 melden.

Vorfall könnte Konsequenzen für Volksbank-Kunden haben

Die Geschäftsstelle der Volksbank wurde am gestrigen Mittwoch bereits wieder geöffnet. Auch der Bankautomat werde zeitnah repariert, berichtet Dennis Will, Pressesprecher der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. Es sei nur ein geringer Sachschaden entstanden – „und zum Glück haben keine Personen Schaden genommen", betont Will.

Ob die SB-Zone, die den Kunden auch nachts zur Verfügung steht, langfristig rund um die Uhr geöffnet bleibe, müsse jetzt allerdings überdacht werden, kündigt der Pressesprecher an. In einigen anderen Filialen hat man sich bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh bereits für die Schließung zwischen 23 und 5 Uhr entschieden. Die Sicherheitstüren an den Gebäuden werden dadurch zu einer zusätzliche Hürde für Diebe, erläutert Will. Gerade Geschäftsstellen in der Nähe von Autobahnen – wie es auch in Steinhagen der Fall ist – gelten als gefährdet.

Wie das HK berichtete, waren Mitarbeiter der Volksbank am Dienstagmorgen an ihren Arbeitsplatz gekommen und hatten den aufgebrochenen Geldautomaten bemerkt. Und nicht nur das: Schnell stellte sich heraus, dass in dem Gerät neben der üblichen Technik ein kleiner Gegenstand angebracht war, aus dem zwei Drähte ragten. Die verständigte Polizei und die Experten des Landeskriminalamtes aus Düsseldorf hatten schnell einen Verdacht: Hier handelt es sich um eine Bombe. Der gesamte Ortskern wurde daraufhin weiträumig gesperrt, das große Gebäude, in dem sich noch weitere Firmen, die Apotheke am Markt und viele Wohnungen befinden, evakuiert. Um die Bombe kontrolliert zu sprengen, wurde die Fläche Detert, nördlich der Autobahn, gesperrt. Kurz vor 15 Uhr zündete der LKA-Beamte dann einen Sprengkörper, der wiederum die Bombe aus der Volksbank zündet. Verletzt wurde niemand.

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