Kräuterhexe aus Brockhagen erobert die Kinoleinwand

Ulrike Sprick ist die Hauptdarstellerin eines Kurzfilms, der beim Landesfilmfestival in Dortmund einen Preis abgeräumt hat. Filmemacher Manfred Krause musste nicht lange überlegen, als er einen Titel für den Streifen suchte.

Frank Jasper

Natürlich hat die Brockhagenerin für die Filmaufnahmen ihren roten Hexenhut aufgesetzt, wie in dieser Sequenz zu sehen. - © Manfred Krause
Natürlich hat die Brockhagenerin für die Filmaufnahmen ihren roten Hexenhut aufgesetzt, wie in dieser Sequenz zu sehen. (© Manfred Krause)

Steinhagen-Brockhagen. Auf einem Seminar für Ehrenamtliche lernten sich der 67-jährige Gütersloher Hobbyfilmer Manfred Krause und die Brockhagener Kräuterexpertin Ulrike Sprick zufällig kennen. Es folgte eine Einladung zum jährlichen Gartenfest im Mai von Ulrike Sprick, bei dem Krause bereits einige Impressionen zum privaten Gebrauch in bewegten Bildern festhielt. Angetan von der Atmosphäre auf dem Fest entstand die Idee für einen Kurzfilm, in dem er Ulrike Sprick porträtiert.

„Der Film ist 15 Minuten lang geworden und enthält Interviewsequenzen und Aufnahmen aus dem Garten von Ulrike Sprick", erzählt Manfred Krause. Die Zuschauer begleiten die Hauptdarstellerin durch die grüne Oase, in der sie lebt, und erfahren Wissenswertes über die Wegwarte und andere Heilkräuter. „Der Film teilt die Botschaft, dass die Natur genau weiß, was sie zu tun hat", erläutert Manfred Krause.

Für Bundesfilmfestival qualifiziert

Ein Titel war schnell gefunden: „Die Kräuterhexe". Eine Bezeichnung, mit der die Protagonistin der Doku gut leben kann, wie sie auf Nachfrage lachend bestätig. HK-Lesern dürfte die Brockhagenerin von ihrer Zeitungskolumne bekannt sein, in der sie über mehrere Jahre heimische Kräuter und deren Heilkräfte vorgestellt hat. Regelmäßig veranstaltet sie außerdem Seminare und Kochkurse wie beispielsweise die Gourmet-Wildkräuterküche. In der Tradition der Hexen, die das Wissen um die Wirkung heimischer Kräuter nutzen und weitergeben, sieht sich in gewisser Weise auch Ulrike Sprick.

Manfred Krause ist Mitglied beim Videofilmkreis Gütersloh, ebenso wie Karl Piepenbrock, der ihm bei den Aufnahmen in Brockhagen als Interviewer von Ulrike Sprick unterstützt hat. Beim Landesfilmfestival in Dortmund, veranstaltet vom Bundesverband deutscher Filmautoren, erhielt „Die Kräuterhexe" im Herbst einen zweiten Preis. Damit hat sich die Dokumentation für das Bundesfilmfestival qualifiziert, das vom 1. bis 3. Mai im saarländischen Blieskastel stattfindet.

Ulrike Sprick in ihrem Garten - eine wilde, grüne Oase. - © Manfred Krause
Ulrike Sprick in ihrem Garten - eine wilde, grüne Oase. (© Manfred Krause)

Zu sehen ist die Dokumentation außerdem beim Gütersloher Filmfestival am Samstag, 14. März, in den Filmkunstkinos Bambi & Löwenherz. In der Sektion „Dramatisch, Tiefgründig und Bewegend" hat die „Kräuterhexe" ab 20 Uhr ihren Auftritt.

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