Jetzt auch mit Rückfahrt: zwei neue Mitfahrerbänke in Steinhagen

Kostenlose Mitfahrgelegenheiten bieten sich ab sofort vor dem Bonhoeffer-Haus und dem Bodelschwingh-Haus. Doch beim Konzept geht es um weit mehr als nur die Chance, von A nach B zu kommen.

Birgit Nolte

Pfarrerin Kirsten Schumann, Bürgermeister Klaus Besser und Klimaschutzmanagerin Anna Zühlke (von links) haben schon einmal auf der neuen Mitfahrerbank vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus Platz genommen. - © Birgit Nolte
Pfarrerin Kirsten Schumann, Bürgermeister Klaus Besser und Klimaschutzmanagerin Anna Zühlke (von links) haben schon einmal auf der neuen Mitfahrerbank vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus Platz genommen. (© Birgit Nolte)

Steinhagen. Seit rund zwei Jahren steht eine Mitfahrerbank in Brockhagen. Hier nehmen alle Platz, die gerne mit nach Steinhagen genommen werden. Doch wie kommt man zurück? Darauf gibt es ab sofort eine befriedigende Antwort.

Vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus ist jetzt eine weitere Mitfahrerbank aufgestellt worden. Damit die Autofahrer auch wissen, wohin die potenziellen Fahrgäste wollen, sind an einem Pfosten mehrere Schilder angebracht, die sich umklappen lassen. Sie sind mit den Zielen Brockhagen, Halle und Gütersloh beschriftet.

Autofahrer können hier problemlos halten

Doch das ist nicht die einzige Bank, die dazugekommen ist. Auch vor dem Friedrich-von-Bodelschwingh-Haus in Amshausen steht jetzt eine. Hier sind Steinhagen, Brockhagen, Halle und Bielefeld als Richtungsweiser installiert. „Es ist vielfach der Wunsch nach einer Amshausener Mitfahrerbank an uns gerichtet worden", berichtet Klimaschutzmanagerin Anna Zühlke.

Bewusst haben sich die Organisatoren für zwei Punkte entschieden, an denen Autofahrer problemlos kurz anhalten können. Die evangelische Kirchengemeinde hat für die Mitfahrerbänke einen Teil ihrer Grundstücke zur Verfügung gestellt. Anschaffung und Installation finanzierte die Gemeinde im Rathaus.

Kirchlicher Segen für das Projekt

„Die Mitfahrerbänke sollen ein zusätzliches Angebot zum Öffentlichen Personennahverkehr sein und ihn nicht ersetzen", stellt Bürgermeister Klaus Besser klar. Dass die Mitfahrerbänke ein erfolgreiches Projekt sind, davon ist Pfarrerin Kirsten Schumann überzeugt: „Vor allem an der Brockhagener Straße herrscht so viel Verkehr, das muss doch klappen. In den meisten Autos sitzen die Leute sowieso alleine."

Pfarrerin Kirsten Schumann sieht in den Mitfahrerbänken mehr als eine kostenlose Transportmöglichkeit: „Gerade hier im dörflichen Bereich werden so auch die sozialen Kontakte gefördert." Viele, die im Auto sitzen, würden die, die auf der Bank sitzen – und andersherum – bestimmt kennen. Nicht zuletzt seien Mitfahrerbänke ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.

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