Aldi-Erweiterung: Haskenhoff schließt im April seine Essbar und stärkt den Stammsitz

Die Umbaupläne des Aldi-Marktes haben Auswirkungen auf zwei weitere Mieter in dem Gebäudekomplex. Das Schreibwarengeschäft Leidinger und die Essbar bei Haskenhoff verlieren ihre Flächen.

Frank Jasper

Weil sich der Aldi vergrößern will, ist künftig für die anderen beiden Mieter kein Platz mehr. - © Frank Jasper
Weil sich der Aldi vergrößern will, ist künftig für die anderen beiden Mieter kein Platz mehr. (© Frank Jasper)

Steinhagen. Wie Werner Haskenhoff, Betreiber der Essbar, gestern in einem Pressegespräch mitteilte, wird er den Standort im Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße im April schließen. „Im Gegenzug werden wir unseren Hauptstandort an der Waldbadstraße stärken", kündigte Haskenhoff an.

Ursprüngliche Überlegungen, in die frei gewordenen Räume der Urologiepraxis Rieks im Gebäudekomplex gegenüber umzuziehen, hat der Unternehmer verworfen. Dies war der Vorschlag vom Vermieter, dem Apotheker Lutz Heitland gewesen, dem beide Immobilien gehören. „Für uns ist das kein optimaler Standort", sagt Werner Haskenhoff mit Blick auf Anlieferverkehr, Außengastronomie und den ebenfalls im Gebäude befindlichen Mietwohnungen. Eine weitere Idee, auf dem Parkplatz zwischen Lidl und Aldi einen Gastrowürfel für die Essbar zu bauen, scheitert am Veto der Discounter. Denen würden zu viele Parkplätze verloren gehen.

"Ein Bringdienst für ältere Kunden wäre denkbar"

„Darum werden wir nun unseren Standort an der Waldbadstraße stärken, indem wir dort das Angebot und die Öffnungszeiten erweitern", kündigt Werner Haskenhoff an. Der Betrieb soll über Mittag länger offen haben. Außerdem soll es mehr Möglichkeiten geben, vor Ort zu speisen. Das käme vor allem jenen Kunden zugute, die das Mittagstischangebot der Essbar zu schätzen wissen. Für die spätere Zukunft sei eventuell auch ein Bringdienst für ältere Kunden denkbar, so Werner Haskenhoff.

„Wir gehen positiv an die Veränderungen heran und hoffen natürlich, dass uns die Kunden weiterhin die Treue halten", fährt er fort. Für die sieben Mitarbeiter am Standort Bahnhofstraße werde zurzeit nach Lösungen gesucht.

Haskenhoff und Leidinger waren vor 13 Jahren zusammen mit dem Aldi eingezogen

Für das Schreibwarengeschäft Leidinger, neben Aldi und Hasenkhoff dritter Mieter in dem Gebäude, besteht nach wie vor die Option, den Vorschlag von Lutz Heitland anzunehmen und in die einstigen Praxisräume umzuziehen. Dort praktizierte zuvor der Urologe Rieks, der inzwischen seinen Sitz in einem der neuen Ärztehäuser am Marktplatz hat. Siegfried Leidinger war gestern nicht erreichbar; laut Lutz Heitland will Leidinger diese Möglichkeit aber gerne wahrnehmen, um neben seinem Geschäft am Marktplatz auch weiter am Einkaufszentrum an der Bahnhostraße präsent zu sein.

Haskenhoff und Leidinger waren vor 13 Jahren zusammen mit dem Aldi in das Gebäude eingezogen. Wie berichtet, ist Aldi die Fläche inzwischen zu klein geworden. Der Discounter möchte seine derzeitige Verkaufsfläche von 875 Quadratmetern auf 1.267 vergrößern. Darum soll das Gebäude abgerissen und neugebaut werden. Die Steinhagener Politik hat für das Vorhaben bereits grünes Licht gegeben.

Wann Aldi seine Expansionspläne umsetzt, steht jedoch noch nicht fest. Auch die Frage, ob Lutz Heitland den Neubau baut, oder das Unternehmen Aldi Nord als Bauherr auftritt, ist zumindest auf dem Papier noch nicht festgehalten worden, wie gestern zu erfahren war.

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