So modern wird Steinhagens neuer Busbahnhof

Bauausschuss: Park-and-Ride-Plätze, Ladesäulen für Elektroautos und E-Bikes, Kiss-and-Ride-Zonen und vieles mehr – die Pläne für den ZOB lesen sich futuristisch. Das könnte aber auch ziemlich teuer werden

Jonas Damme

So soll er Mal aussehen: In einer Grafik präsentiert das Planungsbüro Röver die einzelnen Vorhaben. Nur wenige Meter weiter in der Pestalozzistraße soll ein Absetzpunkt für die Grundschüler entstehen. Grafik: Röver - © Röver
So soll er Mal aussehen: In einer Grafik präsentiert das Planungsbüro Röver die einzelnen Vorhaben. Nur wenige Meter weiter in der Pestalozzistraße soll ein Absetzpunkt für die Grundschüler entstehen. Grafik: Röver (© Röver)

Steinhagen. Am Donnerstagabend war Planer Ralf Düspohl im Rathaus zu Gast, um den Politikern des Bauausschusses den aktuellen Planungsstand für den benachbarten Busbahnhof vorzustellen. Und die sind ehrgeizig: Aus der tristen Asphaltfläche soll eine zukunftsweisende „Mobilstation" werden.

Es gelte, „alles was wir an Mobilität haben", zu kombinieren", erläuterte der Ingenieur. Bis zu sechs Park-and-Ride-Plätze sollen motivieren, auf den Bus nach Bielefeld umzusteigen. Dort könnten Elektroautos auch gleich geladen werden. Außerdem erläuterte der Fachmann zwei Varianten der Ebike-Ladung: Ein Fach-System, in das der Akku eingelagert werden kann und Fahrradständer mit Spezialsteckdosen. „An den vier Haltepunkten sollen außerdem elektronische Fahrgastinformationen hängen", so Düspohl.

Gleich zwei Kiss-and-Ride-Zonen schweben dem Planer außerdem vor. Einmal soll eine Ausbuchtung am ZOB dazu dienen, Freunde oder Verwandte am der Station abzusetzen. Nur hundert Meter weiter würde der Ingenieur vom Planungsbüro Röver gerne eine zweite Wendefläche anlegen, an der Eltern morgens ihre Kinder absetzen können. Zuvor hatte er Gespräche an der Grundschule Steinhagen geführt, dort war ihm von allmorgendlichen Problemen am Lehrerparkplatz berichtet worden. Die Maßnahmen, die das Rathaus vorantreibt, haben natürlich ihren Preis. 650.000 Euro sind für den Umbau bereits eingeplant. Den Großteil davon soll das Land NRW als Förderung übernehmen. Im kommenden Jahr soll es losgehen.

Neuer Kreisverkehr an der Straße Am Pulverbach

Ebenfalls Thema der Ausschusssitzung war die Umgestaltung der Straße Am Pulverbach vor dem Rathaus. In den vergangenen Monaten hatten die verschiedenen Parteien bereits Anregungen eingebracht, worauf bei einer Überplanung zu achten sei. Dies hatte Planer Ralf Düspohl nun umgesetzt. Vor dem Rathaus soll eine lange Querungshilfe gebaut werden. Außerdem werden die Fahrradstreifen künftig noch deutlicher gekennzeichnet.

Eine Frage, die noch offen blieb, war, was aus der Kreuzung Am Pulverbach/Bahnhofstraße/Mühlenstraße wird. Dort könnte sich der Stadtplaner durchaus einen Kreisverkehr vorstellen. Laut seiner Verkehrsmodelle würde der sehr gut funktionieren. Eine Absprache mit dem Land wäre künftig nicht mehr nötig. Ob der Kreisel tatsächlich gebaut wird, muss erst in einer späteren Sitzung entschieden werden. Der Umbau der Straße soll erst 2021 beginnen. Er wird voraussichtlich 1,5 Millionen Euro kosten. Der Ausschuss stimmte einhellig für die beiden Pläne.

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