Manege frei: Steinhagener Waldbad-Kinder werden zu Zirkus-Artisten

Mitmach-Zirkus: Zum 50. Geburtstag machte die Waldbad-Kita ihren Kinder ein tolles Geschenk. Eine Woche lang wurden diese zu Artisten und Clowns

Sonja Faulhaber

Todesmutig stehen die Fakire auf Glasscherben. - © Sonja Faulhaber
Todesmutig stehen die Fakire auf Glasscherben. (© Sonja Faulhaber)

Steinhagen. Gespannt schleichen die Tiger durch die Manege. Das Publikum hält den Atem an. Besonders in der ersten Reihe sind die Nerven angespannt, schließlich sind die wilden Tiere nicht im Käfig. Doch Zirkusdirektor Karl Lagrin weiß zu beruhigen: „Das sind alles noch Jungtiere", versichert er den Zuschauern. Und obwohl es der erste Auftritt der jungen Tiger in der Zirkusmanege ist, beweisen sie Nervenstärke beim Sprung durch den Reifen und beim Balancieren in luftiger Höhe.

Mitmach-Zirkus Waldbadkindergarten

Es ist für die 42 Kinder der Kita Waldbad die Premierenvorstellung – drei Tage lang haben sie gemeinsam mit Karl Lagrin und seiner Frau Madeleine geprobt. Ziel war es, eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Zirkusvorstellung auf die Beine zu stellen, bei der alle Kinder – egal ob zwei oder fünf Jahre alt, in der Manege auftreten. Eines sei vorweg gesagt. Dies ist den kleinen Darstellern wirklich gelungen.

"Bei uns wird niemand gezwungen"

Die Projektwoche zum Thema Zirkus hatte die Waldbad-Kita anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens initiiert. Mit dem Mitmachzirkus »Inakso« war schnell ein kompetenter Partner gefunden. Bereits an der Grundschule Brockhagen hatte das Ehepaar Lagrin bewiesen, dass es Kinder mit Leichtigkeit zu Artisten und Clowns macht. 

Ein guter Gleichgewichtssinn ist gefragt, als die Seiltänzerinnen loslegen. - © Sonja Faulhaber
Ein guter Gleichgewichtssinn ist gefragt, als die Seiltänzerinnen loslegen. (© Sonja Faulhaber)

Als Jongleur, Seiltänzer, Clowns, Akrobaten und Fakire bewiesen die kleinen Darsteller ihr Talent. Auch vor luftigen Höhen und Feuer schreckten sie nicht zurück. Und wem die 200 Zuschauer im Zirkuszelt plötzlich doch zu viel wurden, der blieb einfach sitzen und sah zu: „Bei uns wird niemand gezwungen, es soll allen Spaß machen", betont Karl Lagrin. Neben einer fantastischen Show, die die Eltern der Kinder Samstagmorgen noch einmal sehen dürfen, ist der schönste »Nebeneffekt« des Zirkusprojektes, dass „die Kinder viel selbstbewusster werden", so Kita-Leiterin Iyonne Heitmann. 

Eltern mussten beim Zeltaufbau schwitzen

Die Premiere am Freitag fand übrigens vor 160 Kindergartenkindern der evangelischen Kitas in der Gemeinde statt. Finanziert hatte diesen Auftritt die Helling-Stiftung mit 1000 Euro. Auch Kirchenkreis, Förderverein und Elternrat hatten das Projekt finanziell unterstützt. Ivonne Heitmann: „Besonders bedanken möchte ich mich für die Unterstützung der Eltern." Diese hatten unter anderem das Zirkuszelt mit aufgebaut.

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