Trotz Autobahn weniger Wohnungseinbrüche in Steinhagen

Anders als von Sicherheitsexperten befürchtet lockt der Autobahnanschluss offenbar nicht mehr Einbrecher nach Steinhagen. Dafür nehmen andere Kriminalitätsdelikte zu.

Frank Jasper

Hauseigentümer machen es Einbrechern dank Präventionsmaßnahmen immer schwerer. - © Anke Schneider
Hauseigentümer machen es Einbrechern dank Präventionsmaßnahmen immer schwerer. (© Anke Schneider)

Steinhagen. Die Kriminalitätsentwicklung in Steinhagen ist laut Polizeistatistik rückläufig. Das teilte Kriminalhauptkommissar und Sicherheitsberater Guido Baratella in der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises »Gemeinsam für Steinhagen« mit. Zwar seien Zahlen für Vergleichszeiträume in 2019 noch nicht öffentlich, Baratella sprach jedoch von sinkenden Fallzahlen im Bereich der Wohnungseinbrüche.

Das überrascht, denn mit der Eröffnung des Steinhagener Autobahnabschnitts hatten Sicherheitsexperten eine Zunahme von Wohnungseinbrüchen erwartet und immer wieder davor gewarnt. Bekanntermaßen dienen Autobahnen kriminellen Banden zur schnellen Flucht von Tatorten, weshalb Orte an Autobahnanschlüssen öfter in den Fokus von Einbrechern geraten.

"Präventionsmaßnahmen zeigen Wirkung"

„Was Wohnungseinbrüche angeht, verzeichnen wir landes- und bundesweit einen rückläufigen Trend", teilt Guido Baratella auf HK-Nachfrage mit. Das sei auch in Steinhagen spürbar. Schärfere Strafen und neue Polizeimaßnahmen schreckten die Täter ab. „Außerdem schützen sich Haus- und Wohnungseigentümer immer besser vor Einbrüchen. Da zeigt unsere Präventionsarbeit Wirkung", so der Sicherheitsberater.

Im Jahr 2018 wurden in Steinhagen 26 Wohnungseinbrüche gemeldet. Im Jahr davor waren es noch 32.

Beim Arbeitskreis »Gemeinsam für Steinhagen« ging Guido Baratella auch auf andere Delikte ein. Die Zahl der Diebstähle sei ebenfalls zurückgegangen. Die Zahl der Fahrraddiebstähle bewege sich hingegen auf einem anhaltend hohen Niveau. Ein Zuwachs sei im Bereich von Nötigungsdelikten zu verzeichnen. Sachbeschädigungen und Betrugsversuche hätten ebenfalls zugenommen. Auffällig sei die hohe Fallzahl im Bereich häuslicher Gewalt.

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