So ausgelassen feiern 600 Gäste das Oktoberfest in Brockhagen

Im Festzelt geht es friedlich zu: 600 Partygäste haben in Dirndl und Krachledernen viel Spaß, für neun Feuerwehrleute fällt die Party jedoch aus.

Birgit Nolte

Lust zum Feiern: 600 Besucher haben beim Oktoberfest des Löschzuges Brockhagen zünftig Spaß. - © Birgit Nolte
Lust zum Feiern: 600 Besucher haben beim Oktoberfest des Löschzuges Brockhagen zünftig Spaß. (© Birgit Nolte)

Steinhagen-Brockhagen. Petra Lutterbeck und Michael Surmann sind in ihrem Element: „Wir lieben die Berge!" Zwar ist Brockhagen nicht besonders hügelig, aber in einem kleinen Teil des Ortes, direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus, ist es auf einigen hundert Quadratmetern am Samstagabend richtig bayrisch zünftig.

Zum neunten Mal hat der Brockhagener Löschzug zum Oktoberfest eingeladen. Und wie in jedem Jahr ist die Gaudi in Weiß-Blau ausverkauft. 600 Gäste haben im Festzelt richtig Spaß.

„Eigentlich sollte das Oktoberfest eine einmalige Sache zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Brockhagen sein", berichtet Löschzugführer Stephan Kaiser. Weil die Premiere 2009 aber ein durchschlagender Erfolg ist, machen die Feuerwehrleute eine Tradition daraus.

99 Prozent der Gäste kommen in Tracht

Werbung müssen die Brandbekämpfer schon gar nicht mehr machen. Die Tickets gehen auch so weg wie warme Semmeln und werden ausschließlich von den Mitgliedern des Löschzuges verkauft. „Deshalb kennen wir auch jeden, der hierherkommt, um zu feiern, und was noch wichtiger ist: Deswegen gibt es bei uns auch keinen Zoff", betont Stephan Kaiser.

Es geht im Festzelt nicht nur friedlich, sondern auch bunt zu. 99 Prozent der Gäste kommen in Tracht. Bei den Frauen steht das Dirndl ganz weit oben. Die Männer setzen auf Krachlederne und karierte Hemden.

Dazu spielt die richtige Hopfenkaltschale eine zentrale Rolle. Ausgeschenkt wird vom Wirte-Team Kesten Spaten. Weil es das aber nicht im Fass abgefüllt gibt, steht für den Anstich Löwenbräu bereit.

So wie auf der Münchner Wiesn schwingt auch in Brockhagen der Bürgermeister den Hammer. Klaus Besser hat in den vergangenen Jahren dabei schon so ziemlich alles erlebt. Mal klappt es beim ersten Schlag. Mal sprudelt das Bier erst, nachdem es liebevoll weichgeklopft wurde. Am Samstag heißt es nach vier Schlägen: O’zapft is! Das ist nicht nur der Startschuss für 20 Liter Freibier, sondern auch für die Band »Die Vagabunden«, die mit einer Mischung aus alpenländischen Partykrachern und Ballermannhits Stimmung machen.

Nicht alle der 38 Aktiven können mitfeiern. „Neun von uns bleiben heute in Bereitschaft", erklärt Stephan Kaiser. Zur Vorsicht wird an diesem Abend im Ernstfall der Steinhagener Löschzug gleich mit alarmiert.

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