Zwei Interessenten für Steinhagener Immobilie von Gronemeyer & Banck

Frank Jasper

Nicht mehr in bestem Zustand: Der Herforder Insolvenzverwalter bescheinigt der Gronemeyer-&-Banck-Immobilie »Instandhaltungsrückstau«. Foto: Frank Jasper - © Frank Jasper
Nicht mehr in bestem Zustand: Der Herforder Insolvenzverwalter bescheinigt der Gronemeyer-&-Banck-Immobilie »Instandhaltungsrückstau«. Foto: Frank Jasper (© Frank Jasper)

Steinhagen. Für den Firmenkomplex an der Ecke Waldbadstraße/Bielefelder Straße haben sich laut Insolvenzverwalter Hans-Peter Burghardt „zwei ernsthafte Kaufinteressenten" herauskristallisiert. Nähere Angaben zu den Interessenten macht Burghardt auf HK-Nachfrage nicht. Denkbar an dem Standort wäre aber beispielsweise auch ein Logistikunternehmen, das vom direkten Autobahnanschluss profitieren würde. „Im nächsten Schritt muss die Bauaufsicht einbezogen werden, um zu schauen, was an dem Standort überhaupt möglich ist", so der Herforder Insolvenzverwalter.

Das Areal umfasst 45.000 Quadratmeter. Die hohen Hallen eigenen sich gut für Maschinenbau. Allerdings leide die Bausubstanz laut Burghardt unter einen Instandhaltungsrückstau. Er schätzt den Wert der Immobilie auf 3,5 Millionen Euro. Die Veräußerung des Objekts hat die Industrieverwertungsgesellschaft (IVG) mit Sitz in Kirchlengern übernommen.

Noch wird von Gronemeyer & Banck ein letzter Großauftrag abgewickelt. Die von ursprünglich 110 auf nunmehr rund 30 Mitarbeiter geschrumpfte Belegschaft baut für die Kraftwerke Mainz drei riesige Warmwasserspeicher. Deren Bau verzögere sich jedoch, so Insolvenzverwalter Burghardt. Ursprünglich sollten die Tanks im Sommer fertig sein, inzwischen wird November angepeilt.

Rückläufige Aufträge und ein harter Konkurrenzkampf innerhalb der Branche hatten den Steinhagener Behälter- und Tankproduzenten Gronemeyer & Banck in die Insolvenz getrieben. Das Insolvenzverfahren war Anfang dieses Jahres eröffnet worden.

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