Freiwillig oder Pflicht?: Grüne Dächer für Hörmann

Die Fraktionen im Bauausschuss können sich nicht darüber einigen, ob das Unternehmen gezwungen werden soll, seine neuen Hallen zu begrünen

Jonas Damme

Bekommt ein Hochregallager: Das große Hörmann-Antriebstechnik-Werk an der Gütersloher Straße in Brockhagen. - © Nicole Donath, HK
Bekommt ein Hochregallager: Das große Hörmann-Antriebstechnik-Werk an der Gütersloher Straße in Brockhagen. (© Nicole Donath, HK)

Steinhagen-Brockhagen. Damit die Hörmann Antriebstechnik in Brockhagen ihr Hochregallager bauen kann, bedarf es einer Änderung des Bebauungsplans. Im Haupt- und Finanzausschuss diskutierten die Fraktionen nun noch einmal, unter welchen Bedingungen der Tor- und Türenhersteller seine Pläne umsetzen darf.

Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit waren nicht eingegangen, die Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz (GNU) hatte vor Kurzem allerdings Kritik an dem „Flächenfraß" in Brockhagen geübt. Dieser Grundsatzkritik wollte die Politik aber nicht folgen.

Das neue Hochregallager soll 24 Meter hoch und 19 Meter breit werden. Es entsteht auf dem jetzigen Parkplatz an der Gütersloher Straße.

Für wasserdurchlässige Parkplätze steht Grundwasser zu hoch

Die Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh hatte angeregt, bei der Änderung des Bebauungsplans sowohl (regen-) wasserdurchlässige Parkplätze als auch begrünte Dächer und Fassaden zu fordern. Eine Idee, die bei den Grünen im Ausschuss natürlich viel Zustimmung fand. Wasserdurchlässige Parkplätze hält der zuständige Planer Dirk Tischmann allerdings nicht für umsetzbar, da das Grundwasser dort zu hoch stehe.

Umso mehr forderte Christiane Manthey (Grüne) verbindliche Vorgaben für die Dachbegrünung. Gerd Goldbecker (CDU) lehnt die Vorgaben hingegen ab und will auf den guten Willen des Unternehmens setzen. Damit sich die Fraktionen zu dieser Frage noch einmal intern beraten können, wurde die abschließende Entscheidung zurückgestellt. In der Ratssitzung am 10. Juli soll das Gewerbegebiet erneut Thema sein.

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