50 statt 70: Steinhagens SPD will Patthorster Straße entschleunigen

Antrag im Gemeinderat: Autos sollen auf einem Teilstück statt 70 nur noch 50 Stundenkilometer fahren dürfen. Radfahrer sollen im Gemeindegebiet künftig außerdem durch Trixi-Spiegel an Ampeln vor Abbiege-Unfällen geschützt werden

Ekkehard Hufendiek

Patthorster Straße: Die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Steinhagen Heiner Lohrer (von links), Dieter Strakeljahn, Heiko Hartleif, Roland Albersmann, Hildegard Fuest, Carsten Heidemann und Walter Tomas fordern eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 statt bisher 70 Stundenkilometer. - © Ekkehard Hufendiek
Patthorster Straße: Die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Steinhagen Heiner Lohrer (von links), Dieter Strakeljahn, Heiko Hartleif, Roland Albersmann, Hildegard Fuest, Carsten Heidemann und Walter Tomas fordern eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 statt bisher 70 Stundenkilometer. (© Ekkehard Hufendiek)

Steinhagen. „Hier geht es um die Sicherheit der Radfahrer", sagt Walter Tomas. Der Anwohner der Patthorster Straße treibt den Ausbau eines sicheren Radwegenetzes voran. Die SPD-Fraktion im Rat ist jetzt seinem Vorschlag gefolgt und möchte auf einem 200 Meter langen Teilstück die zulässige Geschwindigkeit der Patthorster Straße in Richtung Brockhagen auf 50 Stundenkilometer reduzieren. Damit würde vor allem die Einmündung in Richtung Sandforth entschärft.

Zum Pressetermin am betreffenden Straßenabschnitt ist Walter Tomas mit dem Fahrrad gekommen. „Wenig Verkehr ist hier nicht, das ist eine beliebte Strecke", berichtet er, und während er spricht rauschen mehrere Autos und drei Radrennfahrer vorbei. Der 200-Meter-Abschnitt zählt zur überregionalen Radroute »Teuto-Senne« und zum regionalen Radweg »Herrengedeck und Schnapsidee«. Laut Tomas Sicht seien die Radfahrer hier durch schnell fahrende Autos einem hohen Risiko ausgesetzt.

"Wir wollen nicht erst handeln, wenn etwas passiert"

Besonders die Einmündung in Richtung Sandforth sei durch die Bäume für die Autofahrer nur schwer einzusehen. Zudem beschleunigen sie früh auf 70 Stundenkilometer. In der Regel ab der Bushaltestelle hinter dem Schloßwald, etwa 200 Meter vor einer langgezogenen Rechtskurve in Richtung Brockhagen und der Einmündung in Richtung Sandforth. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit erlaubt es ihnen – bislang.

Tomas Parteigenossen beurteilen die Gefahr ähnlich. SPD-Ratsmitglied Hildegard Fuest etwa sagt: „Wir wollen vorher handeln und nicht erst, wenn was passiert."

Der Antrag schlägt zudem vor, an der Einmündung in beiden Fahrtrichtungen das Gefahrenzeichen »Radverkehr« aufzustellen. So heißt es im Antrag unter anderem: „Der Einmündungsbereich ist relativ schlecht zu erkennen. Auch hier deutet nichts darauf hin, dass mit querendem Radverkehr zu rechnen ist." Der Ordnungs- und Umweltausschuss berät über den Antrag am 18. Juni. Die Entscheidung darüber fällt der Gemeinderat am 6. Juli.

Trixi-Spiegel sollen mehr Sicherheit an Ampeln bringen

Einen zweiten Antrag zu mehr Sicherheit für Radfahrer hat zudem der SPD-Fraktionsvorsitzende Heiko Hartleif eingebracht: Darin wird die Verwaltung beauftragt, das Aufhängen von Trixi-Spiegeln zu prüfen. Trixi-Spiegel sind kleine, runde Konvexspiegel, die unterhalb einer Ampel hängen. Sie geben dem LKW-Fahrer die Möglichkeit, rechtsabbiegende Radfahrer besser zu sehen.

In der Begründung des Antrages heißt es, dass es in jüngerer Zeit an verschiedenen Kreuzungen in Steinhagen zu Verkehrsunfällen mit Personenschäden durch rechtsabbiegende LKW gekommen sei. Heiko Hartleif fügte dem Antrag einen Anhang bei. Die Anschaffungskosten betragen demnach 70 Euro pro Stück.

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