Brockhagener Grundschulklasse aus 1.566 Klassen ausgewählt

Politiker besucht: Mehr als 35.000 Grundschulkinder haben an den Waldjugendspielen teilgenommen. Aber nur drei Klassen wurden anschließend in den NRW-Landtag eingeladen. Die 3 a aus Brockhagen hatte Glück

HK

Grundschule Brockhagen - © Systemadministrator
Grundschule Brockhagen (© Systemadministrator)

Steinhagen/Düsseldorf. Anlässlich der Abschlussveranstaltung der Aktion Waldjugendspiele im Landtag in Düsseldorf stellte Landtagspräsident Andre Kuper, der gemeinsam mit Umweltministerin Ursula Heinen-Esser die Schirmherrschaft über die Aktion innehat, zufrieden fest: „ Kinder lernen am besten durch eigene Erfahrungen und durch das Vorbild von Erwachsenen. Und bei den Waldjugendspielen erleben sie großes Engagement, mit dem ihnen unsere Natur und besonders unsere Wälder erklärt werden".

Die Waldjugendspiele gibt es in NRW bereits seit 1977. Sie finden jährlich zumeist im September/Oktober statt und werden vorzugsweise in Grundschulen durchgeführt. Auf einem etwa zwei Kilometer langen Parcours mit zehn bis 15 Stationen sollen die Kinder mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn bestimmte Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Naturerlebnis und das spielerische Erarbeiten von Einblicken in natürliche Zusammenhänge des Ökosystems Wald. Auch die Grundschule Brockhagen hatte sich an der Aktion beteiligt.

Von den 1.566 teilnehmenden Schulklassen waren drei ausgelost worden, um am vergangenen Freitag einen Tag im Düsseldorfer Landtag zu verbringen. Neben Klassen aus Dortmund und Bonn gehörte die Klasse 3 a der Grundschule Brockhagen zu den Gewinnern.

Spielerisch Wissen und Erfahrungen vermitteln

„Die Kinder durften den Plenarsaal besichtigen und selbst in die Rolle von Politikern schlüpfen", berichtet Lehrerin Karin Drees. Zum Mittagessen ging es in die Kantine des Landtags. Als zusätzliches Bonbon dürfen sich die Kinder auf einen eintägigen Ausflug zum Hammerhof (Kreis Höxter) freuen.

Ausgerichtet werden die Waldjugendspiele vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Saatssekretär Dr. Heinrich Bottermann bedankte sich bei allen Försterinnen und Förstern sowie ehrenamtlichen Helfern für ihr außerordentliches Engagement. Trotz hoher Arbeitsbelastungen im Forst, verursacht durch Sturmschäden und Dürresommer, hätten sie die Aktion wieder möglich gemacht.

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, sagte: „Mit 13 Einrichtungen waldbezogener Umweltbildung, 5 Jugendwaldheimen, den barrierefreien Angeboten im Nationalpark Eifel sowie dem Ranger-Programm im Sauerland ist Wald und Holz NRW gerade im ländlichen Raum der bedeutendste Umweltbildungsakteur in Nordrhein-Westfalen".

Auch für die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse sind Waldjugendspiele ein überaus geeignetes Instrument, um spielerisch Wissen und Erfahrungen zu vermitteln – auch zum Thema Klimawandel: „Im Rahmen unseres Projektes »Klimakönner« haben wir Materialien entwickelt, um Kindern und Jugendlichen das Thema Klimawandel und seine Folgen altersgerecht näher zu bringen."

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