Achtung Pendler: Am Brackweder Bahnhof wird es einspurig

Unterführung und Personentunnel in Brackwede sind gesperrt

Susanne Lahr

Ab Montag in Betrieb: Die Behelfsbrücke über die Gleise am Bahnhof Brackwede ersetzt den Personentunnel, der im Rahmen des Umbaus erneuert wird. - © Dennis Angenendt
Ab Montag in Betrieb: Die Behelfsbrücke über die Gleise am Bahnhof Brackwede ersetzt den Personentunnel, der im Rahmen des Umbaus erneuert wird. (© Dennis Angenendt)

Brackwede. Der Fußgängertunnel unter den Bahngleisen am Bahnhof Brackwede und unter dem Ostwestfalendamm bleibt ab dieser Woche geschlossen. Bahnreisende können die Gleise dann über die provisorische Überführung erreichen, die mit ihren vielen Treppenstufen jedoch nicht barrierefrei ist.

Bis Ende 2021 müssen Fußgänger und Radfahrer nun den knapp zwei Kilometer langen Umweg durch die Unterführung Osnabrücker Straße nehmen. Hier hat das Bielefelder Amt für Verkehr auf die Kritik und die Anträge aus Brackwede reagiert und richtet einen Einbahnverkehr ein.

In dieser Woche ist die Unterführung von der Gütersloher zur Osnabrücker Straße erst einmal komplett für den Autoverkehr gesperrt. Die schmalen Gehwege in der Unterführung, die statt der sonst üblichen 1,50 Meter maximal 80 bis 90 Zentimeter breit sind, werden durch Klebeborde auf normale Breite gebracht. Während der Bauphase können Radler und Fußgänger trotzdem passieren.

 Schwierigkeiten für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen

Anfang März hatte der erste Spatenstich zur Modernisierung des Bahnhofes Brackwede stattgefunden. Damit die Bahngleise während der Bauphase erreicht werden können, ist eine auffällige, sieben Meter hohe Behelfsbrücke aus Holz und Gerüststangen errichtet worden, die an Gleis sechs endet. Da sie nicht oder nur schwer von Menschen mit Beeinträchtigungen genutzt werden kann, empfiehlt die Deutsche Bahn während der Bauphase lieber direkt den Bahnhof Bielefeld anzusteuern. Oder sich rechtzeitig mit dem Mobilitätsservice der DB in Verbindung zu setzen (msz@deutschebahn.com, 0 18 06 51 25 12).

In der kommenden Woche beginnen nach Auskunft eines Bahnsprechers die Arbeiten an Bahnsteig eins. Voraussichtlich ab Mitte Juni starten dann auch die Arbeiten an Bahnsteig zwei. Sie werden verlängert, damit sie zukünftig auch von den neuen Fahrzeugen des Rhein-Ruhr-Express (RRX) angefahren werden können. Für den bequemen und barrierefreien Ein- und Ausstieg werden sie zudem auf 76 Zentimeter erhöht. Später wird auch Bahnsteig drei noch ein gutes Stück verlängert.

Zum 17-Millionen-Euro-Paket gehört auch der Bau eines neue Personentunnels unter den Gleisen und unter dem Ostwestfalendamm. Statt der Treppen werden Aufzüge eingebaut. Zudem gibt es eine neue Rampe auf dem Bahnhofsvorplatz an der Eisenbahnstraße. Damit wird die seit fast 30 Jahren geforderte völlige Barrierefreiheit am Brackweder Bahnhof hergestellt. Dieser wird mit 110 Zughalten täglich von fast 3.400 Reisenden genutzt. Und die Bahn erhofft sich eine weitere Steigerung.

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