Steinhagens Spvg. lässt sich jetzt professionell bejubeln

Cheerleading soll Steinhagen erobern. Susanne Strothenke zeigt Kindern im Alter von acht und siebzehn Jahren, wie menschliche Pyramiden entstehen können und Pompons in der Luft gekonnt gepuschelt werden.

Christina Falke

Erfolg: Schon nach der ersten Einheit konnten die Nachwuchs-Cheerleader Pyramiden bilden. - © Christina Falke / Artbestimmt.de
Erfolg: Schon nach der ersten Einheit konnten die Nachwuchs-Cheerleader Pyramiden bilden. (© Christina Falke / Artbestimmt.de)

Steinhagen. „Es ist einfach ein toller und faszinierender Teamsport, bei dem sich jeder mit seinen Stärken und Schwächen einbringen kann", sagt Susanne Strothenke. Am Dienstag leitete sie erstmals den Cheerleading-Schnupperkurs in der Aula der Grundschule Steinhagen. Noch bis zu den Sommerferien können hier interessierte Kinder und Jugendliche den Sport für sich entdecken.

Acht Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren war schon am Dienstagnachmittag in die Sporthalle gekommen, in der sonst zu dieser Zeit kleine weiße Bälle über Tischtennisplatten geschlagen werden. Weil aber die Tischtennisspieler derzeit pausieren, war die Halle frei, und Hildegard Dreyer, Abteilungsleiterin Turnabteilung der Spvg Steinhagen, nutze die Chance auf ein weiteres sportliches Angebot des Vereins.

„Bis zu den Sommerferien aber soll dies erst einmal als Schnupperkurs laufen. Wenn dann die Teilnehmerzahl stimmt, werden wir Cheerleading ins Vereinsprogramm aufnehmen", sagt Dreyer.

Spaßsport statt Leistungssport

Weil Strothenkes Tochter viele Jahre bei den Bielefelder »Wildcats« Cheerleading als Leistungssport betrieben habe, hat die 40-Jährige dieses des Öfteren auch schon in Form von AGs an Schulen angeboten. „Es war aber schade, dass nach fünf Tagen meist Schluss damit war und die Kinder nicht weiter machen konnten", so Strothenke. Daher habe sie im März des Jahres den Kontakt zum örtlichen Sportverein gesucht und ihre Idee dort vorgetragen. In Hildegard Dreyer fand sie dabei schnell eine engagierte Unterstützerin für ihr Projekt.

„Wir wollen hier aber keinen Leistungssport betreiben", betonte Strothenke. Es solle ein Spaßsport sein, der Interessierten zwischen acht und siebzehn Jahren die Möglichkeit bietet, mitzumachen. Der Teamgedanke solle vielmehr im Vordergrund stehen und die sozialen Kompetenzen der Kinder stärken. Als Sozialarbeiterin und Deeskalationstrainerin weiß Strothenke, wie wichtig Vertrauen untereinander ist. Deshalb setze sie gerade die »Pyramidenfiguren« gerne als Vertrauensübung in Kursen ein. Dabei stehen die größeren Kinder meist unten und bilden quasi ein Fundament, die kleineren werden nicht zuletzt auf Grund ihres leichteren Gewichts auf Oberschenkel oder später auch Schultern gehoben.

Pyramiden gehen schon nach der ersten Stunde

War die erste Stunde für die Teilnehmer mehr ein Kennenlernen und kostenfreie Möglichkeit, schon mal die eine und andere Pyramide so bilden, soll es ab dieser Woche richtig losgehen, sagte Susanne Strothenke – „wer erst später anfängt, hat nichts verpasst." Und es müsse auch niemand Angst davor haben, überfordert zu werden. Strothenke betonte mehrfach, dass alle Choreographien altersgerecht seien.

Wer nun doch noch Lust auf Cheerleading bekommen hat, der kann sich telefonisch bei Hildegard Dreyer unter (0 52 04) 23 21 anmelden oder kommt dienstags direkt zur ersten Stunde von 17 bis 18.30 Uhr in die Aula der Grundschule Steinhagen. Pro Kurseinheit werden 3,50 Euro pro Teilnehmer berechnet.

Und in einem, da waren sich die Nachwuchs-Cheerleader vom Schnupperkurs-Angebot überwiegend einig: „Wir kommen wieder!"

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