Steinhagens gefährliche Unfallkreuzung bekommt endlich eine Ampel

Jonas Damme

Wird nun beampelt: Die Kreuzung Bielefelder Straße/Liebigstraße/Borsigstraße soll sicherer werden. Hier hatte es schon mehrere Unfälle gegeben. - © Jonas Damme
Wird nun beampelt: Die Kreuzung Bielefelder Straße/Liebigstraße/Borsigstraße soll sicherer werden. Hier hatte es schon mehrere Unfälle gegeben. (© Jonas Damme)

Steinhagen. Bei diesem Papierkrieg passt die Metapher »ein dickes Brett bohren«: Bereits seit 2017 setzt sich die Steinhagener Verwaltung dafür ein, dass an der viel befahrenen Kreuzung oberhalb der Autobahnauffahrt eine Ampelanlage aufgestellt wird. Eine ganze Reihe von Unfällen hatten sich dort in den vergangenen Jahren ereignet. Zuletzt hatte das Institut für Bewegung und Therapie (IBT) sogar Unterschriften gesammelt, um die Zuständigen vom Kreis Gütersloh zu überzeugen. Mehr als 400 Steinhagener hatten die Petition unterzeichnet.

Der Einsatz von Kommune und Bürgern hat sich offenbar gelohnt. „Die Ampel an der Liebigstraße wurde vom Kreis nun angeordnet", erklärte Bürgermeister Klaus Besser gestern. Ein Rolle dabei spielte sicher auch die Verkehrszählung, die der Kreis im vergangenen Jahr unternommen hatte. Die hatte bereits ergeben, dass eine Ampelanlage die Sicherheit verbessern könnte. Gerade seit der Eröffnung der Autobahn hat sich die Situation an der Stelle noch einmal verschärft: Viele Lkw biegen aus den Gewerbegebieten auf die Bielefelder Straße ein, von der Autobahn wiederum sind Pkw oft schnell unterwegs. Außerdem wird der Radweg von vielen Schülern genutzt.

Nun ist der Landesstraßenbetrieb Straßen.NRW gefordert, die Ampelanlage zu bauen. „Das kann allerdings noch dauern", weiß Klaus Besser aus Erfahrung. Einige Monate würden sicherlich noch ins Land ziehen. Das Konzept sieht übrigens vor, dass die Schaltung der neuen Anlage mit der der Autobahnauffahrt und der weiter oben liegenden an der Langen Straße verbunden wird. „Im Idealfall bekommen die Autofahrer dann eine Grüne Welle", freut sich auch der Bürgermeister. Ein wichtiges Signal für Kritiker dieser Anlage, die anführen, dass schon jetzt ein halbes Dutzend Ampeln zwischen dem Ortskern und der ehemaligen B 68 (jetzt L 756) an der Bielefelder Straße stehen.

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