SteinhagenInternationales Turnier: Die Dressurszene blickt auf Holtkamp

Die Dressurtage auf dem Hof Hollmann-Raabe, die am kommenden Mittwoch beginnen, sind auch für Nicht-Reiter einen Besuch wert. Mehrere Stars der Szene haben sich angekündigt

Jonas Damme

Die Holtkämper Dressurtage - © Jonas Damme
Die Holtkämper Dressurtage © Jonas Damme

Bielefeld/Steinhagen. Mehr Reiter, mehr Pferde, mehr große Namen, mehr Prüfungen – und hoffentlich auch mehr Zuschauer. Einmal mehr hebt Organisator Hans-Ullrich Holmann-Raabe seine Dressurtage auf ein neues Niveau. „Dieses Jahr sprengt alle Dimensionen, die wir je hatten", kündigte er deswegen auch auf der Pressekonferenz am Donnerstag an.

570 Reiter haben 1402 Startplätze gemeldet. So viele wir noch nie. „Theoretisch müssten wir am Samstag auf einem Feld 28 Stunden Dressur reiten." Allerdings gehe er davon aus, dass – wie fast immer – nicht alle gemeldeten Reiter antreten. Die Chancen stehen also gut, dass die Prüfungen bis zum Abend abgeschlossen werden.

Am kommenden Mittwoch, 8. Mai, beginnen die »Holtkämper Dressurtage 2019« um 9 Uhr mit einer Springrunde. Dann finden bis Sonntagabend täglich dutzende Prüfungen statt. Dafür haben sich zum Teil namhafte Reiter aus insgesamt 15 Nationen angemeldet.

"Mittlerweile Topadresse in Deutschland"

Zu den bekanntesten Gesichtern im Dressursport überhaupt zählen Helen Langehanenberg (Nummer 4 der Weltrangliste), Therese Nielshagen aus Schweden (Nummer 13) oder Frederic Wandres (Nummer 30). Auch Lokalmatadorin Tatiana Kosterina ist wieder mit dabei. Sehenswert sind sicherlich auch die Auftritte der Nummer Eins der jungen Reiter, Jil Marielle Becks, die als Mannschaftseuropameisterin und Vize-Europameisterin U 25 eine große Zukunft vor sich hat. Dass so viele Stars der Szene nach Holtkamp kommen, ist sicherlich dem Engagement der Ausrichter zuzuschreiben. „Im sechsten Jahr gehören wir mittlerweile zu den Topadressen in Deutschland. Das darf man schon so sagen", freut sich Hollmann-Raabe selbst über den zunehmenden Erfolg seines Turniers. Den Vergleich „das Aachen Ostwestfalens", der ebenfalls auf der kleinen Pressekonferenz kursierte, hält er aber für deutlich übertrieben.

Er selbst erklärt sich den Andrang durch das Patentrezept. „Das Geheimnis ist, dass wir VIPs und Normalbesucher mischen. Das gibt es anderswo nicht." Auch deshalb seien im vergangenen Jahr mehr als 5000 Besucher an der Holtkampstraße an der Grenze zwischen Steinhagen, Gütersloh und Bielefeld dabei gewesen. Und dieses Jahr sollen es wenn möglich sogar noch einige mehr werden. „Drei Dinge bereiten einem Veranstalter Schweißausbrüche", so der Ausrichter. „Der Boden, die Nennungen und das Wetter." Der Boden sei in auf seinem Gelände ideal und unverwüstlich, in der Halle biete er sogar den gleichen wie bei den Weltreiterspielen. Bei den Nennungen sei er angesichts des Andrangs sehr zuversichtlich. Nur beim Wetter muss Hollmann-Raabe auf Unterstützung von oben setzen.

Erstmalig wird parallel zu den Dressurtagen auf dem Hof Hollmann-Raabe auch die Kreismeisterschaft der Dressur ausgetragen. „Wir finden, dass Bodenhaftung wichtig ist, deswegen bieten wir auch immer was für die hiesigen Reiter an", so der Veranstalter. Ein Rahmenprogramm inklusive kulinarischer Meile ist organisiert.

Bewährt hat sich der »Jumping-Day«, der im vergangenen Jahr erstmals ausgetragen wurde. Viele Reiter hatten sich Springprüfungen im Programm gewünscht, außerdem bietet Springreiten auch für neugierige Laien eine interessante Abwechslung. Eigentlicher Höhepunkt der Reitertage werden aber erneut die Grand-Prix-Touren sein – die einzigen in ganz OWL.

Mehr Informationen zum Turnier und der Zeitplan finden sich auf www.hollmann-raabe.de.

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