Anmeldung für die Kita per Mausklick

Neues Online-Portal: Ab November laufen Anmeldungen für einen Betreuungsplatz ausschließlich über die Plattform Kivan. Ein Projekt, das in Halle und Versmold bei den Eltern bereits gut ankommt

Sonja Faulhaber

Jetzt wird’s digital: Die Beteiligten am neuen Online-Portal Kivan, bei dem Eltern ihre Kinder für den Kindergarten anmelden können, präsentierten jetzt die Neuerungen. Unser Bild zeigt von links Guido Neugebauer (Stadt Werther), Olena Schneider (Kreis Gütersloh), Birgitt Rohde (Kreis Gütersloh), Dirk Speckmann (Bürgermeister Borgholzhausen), Marion Weike (Bürgermeisterin Werther), Klaus Besser (Bürgermeister Steinhagen), Renate Rath (Kreis Gütersloh), Barbara Grube (Projektleiterin Kreis), Jens Kern (Regio IT) und Benjamin Schmidt (Lecos). - © Sonja Faulhaber
Jetzt wird’s digital: Die Beteiligten am neuen Online-Portal Kivan, bei dem Eltern ihre Kinder für den Kindergarten anmelden können, präsentierten jetzt die Neuerungen. Unser Bild zeigt von links Guido Neugebauer (Stadt Werther), Olena Schneider (Kreis Gütersloh), Birgitt Rohde (Kreis Gütersloh), Dirk Speckmann (Bürgermeister Borgholzhausen), Marion Weike (Bürgermeisterin Werther), Klaus Besser (Bürgermeister Steinhagen), Renate Rath (Kreis Gütersloh), Barbara Grube (Projektleiterin Kreis), Jens Kern (Regio IT) und Benjamin Schmidt (Lecos). (© Sonja Faulhaber)

Steinhagen/Werther/Borgholzhausen. Shoppen per Mausklick? Heutzutage ganz alltäglich. Ab November werden aber auch Eltern, die für ihr Kind einen Kindergartenplatz suchen, dies von der Couch aus tun, denn die Gemeinde Steinhagen sowie die Städte Werther und Borgholzhausen gehen ab dem 4. November mit dem Anmeldeportal Kivan an den Start.

In Versmold und Halle läuft das Verfahren bereits seit einem Jahr und kommt bei den Eltern gut an. Über die Homepage der Kommune können Eltern ihre Kinder dort für bis zu drei Kindertagesstätten anmelden. Sie stehen damit auf der Warteliste. Wichtig zu wissen ist, dass eine Anmeldung über das Portal keinen rechtlichen Anspruch auf einen Platz bedeutet. Die Kitas entscheiden weiterhin nach eigenen Kriterien.

Das Ausfüllen von Formularen hat nun ein Ende

„Bisher mussten Eltern die Formulare mehrerer Kitas ausfüllen", erläutert Bürgermeister Klaus Besser. Damit sei jetzt Schluss. Dass die Anmeldung künftig per Mausklick geschieht, sieht der erste Mann der Gemeinde positiv: „Wir haben in den vergangenen Jahren den Anmeldebeginn fürs neue Kindergartenjahr über soziale Medien bekannt gemacht, um wirklich alle Eltern zu erreichen." Da die heutige Elterngeneration das Internet als Informations- und Handlungsplattform als etwas ganz Alltägliches ansieht, geht Klaus Besser davon aus, dass die Online-Anmeldung gut angenommen wird.

In Halle nutzten zum Beispiel nach der Einführung gleich in der ersten Woche fast 200 Eltern das Portal zur Anmeldung. Übrigens: Die klassische Anmeldung über die einzelne Einrichtung gibt es ab November nicht mehr, online wird also zum Muss. Neben Anmeldemöglichkeiten gibt es dort auch viele Informationen über die einzelnen Einrichtungen. Wer schauen will, welche Kitas in der Nähe liegen, nutzt am besten die Kartenübersicht. Wer schon weiß, welche Kitas in Frage kommen, aber noch ein paar Informationen über das jeweilige Betreuungsangebot braucht, der kann sich in der Listenansicht detailliert informieren. Und dort gibt es auch Kontaktdaten für die einzelnen Kitas. „Es ist natürlich weiterhin wichtig, dass sich Eltern die Kita im Vorfeld persönlich ansehen", betont Projektleiterin Barbara Grube vom Kreis Gütersloh.

Bis 2022/2023 sollen alle zehn Kommunen mit Kivan arbeiten

Ziel ist es, dass bis zum Kindergartenjahr 2022/23 alle zehn Kommunen, für die die Abteilung Jugend des Kreises zuständig ist, mit dem Programm Kivan arbeiten. Es fehlen noch Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg und Schloß Holte-Stukenbrock. Damit ist es auch einfacher, sein Kind künftig in einer Nachbarkommune anzumelden, denn „das Wohnortprinzip ist bei Eltern zwar noch immer dominant, doch das Arbeitsplatzprinzip nimmt stetig zu", so Besser. Da heißt, dass Eltern immer öfter eine Kita in der Nähe des Arbeitsplatzes wählen. In Steinhagen sind dies im vergangenen Jahr gut 40 Eltern gewesen, es kamen aber auch Kinder aus der Umgebung nach Steinhagen.

Die Kosten für die Einführung von Kivan liegen auf drei Jahre verteilt bei 136.000 Euro. In diesem Jahr schlägt Kivan mit 91.000 Euro zu Buche. Die jährlichen Folgekosten plant der Kreis mit 77.000 Euro.

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