Helau! Das HK stellt die Köpfe des Steinhagener Karnevals vor

Der Karnevalsclub Cronsbachfunken feiert sein 55-jähriges Bestehen. Das HK stellt aus diesem Anlass in den Wochen vor der großen Prunksitzung einige Akteure vor. Los geht es mit einem KCCF-Urgestein

Frank Jasper

Von Beginn an dabei: Axel Grether, 71, Rentner. - © Christina Falke / Artbestimmt.de
Von Beginn an dabei: Axel Grether, 71, Rentner. (© Christina Falke / Artbestimmt.de)

Steinhagen.Wer sich auch nur ein wenig mit Karneval auskennt, der weiß, dass Schnapszahlen Jecken und Narren naturgemäß in Verzückung versetzen. Nicht umsonst fällt Jahr für Jahr am 11. 11. um 11.11 Uhr der Startschuss für die fünfte Jahreszeit. Für den Steinhagener Karnevalsclub ist darum das diesjährige 55-jährige Jubiläum – also fünfmal elf Jahre Karneval – eine echte Hausnummer. Da erstaunt es niemanden, dass die rund 600 Plätze für die Aula, in der am 2. März die Jubiläumsprunksitzung über die Bühne geht, längst ausverkauft sind.

Obwohl der Nordkreis eher als karnevalistische Diaspora gilt, sorgen die Steinhagener Cronsbachfunken neben der Karnevalsgesellschaft Künsebeck im Altkreis Halle doch für närrischen Frohsinn. Und das mit wachsendem Zuspruch. Auf das Erfolgsrezept des Clubs angesprochen, muss KCCF-Pressesprecher Manuel Meyer nicht lange überlegen: „Bei uns stimmt einfach die Mischung aus Tradition und modernen Elementen. In den vergangenen Jahren ist unsere Mitgliederzahl auf 180 gestiegen." Davon seien etwa 120 aktive Mitglieder, die sich in den vielen Gruppen einbringen.

Der fiese Kater am Morgen danach

Bis zum Karnevalshöhepunkt am ersten März-Wochenende stellt das Haller Kreisblatt in loser Folge einige dieser Botschafter des närrischen Humors auf seinen Steinhagener Lokalseiten vor. In kleinen Interviews verraten uns die Jecken, warum sie Karneval feiern – und was man als Karnevalsnovize wissen sollte, bevor man sich ins Getümmel stürzt. Etwa zu welchen Liedern sich am besten schunkeln lässt. Und wie der fiese Kater am Morgen danach verschwindet.

Den Anfang macht heute Axel Grether, der seit Clubgründung dabei ist und sogar noch die Vorläufer des Steinhagener Karnevals kennt. Hervorgegangen ist der Karnevalsclub Cronsbachfunken nämlich aus dem so genannten Kappenfesten des Bundes der Vertriebenen. Axel Grether ist somit ein echtes Karnevalsurgestein.

KCCF Logo Karnevalsclub Cronsbachfunken - © KCCF
KCCF Logo Karnevalsclub Cronsbachfunken (© KCCF)

Wer mit den Cronsbachfunken den 55. Geburtstag feiern möchte und kein Ticket für die Prunksitzung besitzt, hat dazu trotzdem mehr als einmal Gelegenheit. Mit dem Sturm aufs Rathaus beginnen an Weiberfastnacht, 28. Februar, die tollen Tage. Los geht es um 16.33 Uhr mit dem Hissen der KCCF-Fahnen auf dem Rathausvorplatz. Um 17.11 Uhr stürmen die wilden Weiber – und nicht nur die – den Rathaussaal. Ab 18.11 Uhr zieht die Karawane weiter durch die Gemeinde, ein Zwischenstopp wird im Steinhäger Häuschen eingelegt. Danach geht es ins Hotel-Restaurant Graf Bernhard 1344. Dort legt von 20 Uhr an DJane N@ttko auf. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.

Einen Tag nach der Prunksitzung, also am 3. März, nehmen die Cronsbachfunken mit Mottowagen am Karnevalsumzug in Harsewinkel teil. Außerdem sind sie am 4. März mit einer Fußgruppe am Rosenmontagsumzug in Rietberg dabei.

Karnevalsköpfe: Axel Grether

Ihre Karnevalsfunktion?

Mitglied im Elferrat

Warum ausgerechnet diese Gruppe?

Nun ja, das ist ein altersgerechtes Engagement.

Ihre kurioseste Karnevalspanne?

Da hatte ich doch tatsächlich mein Kostüm vergessen.

Lieblings-Schunkelsong?

Die Karawane zieht weiter ...

Lieber Kamelle oder Steinhäger?

Am liebsten beides.

55 Jahre KCCF – Geht’s in zehn Jahren in Rente?

Wenn ich noch fit bin, dann geht’s immer weiter. Und für den KCCF gilt das sowieso.

Wie überbrücken Sie die Monate zwischen den Sessionen?

Mit Veranstaltungen des KCCF. Der Club ist nicht nur zu Karneval aktiv.

Ihr Tipp fürs perfekte Katerfrühstück?

Heringssalat und Gurken. Das hilft wirklich.

Zu diesem Thema wäre mal ’ne Büttenrede fällig:

Steinhagener Gemeindepolitik, vorgetragen vom Bürgermeister.

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