Duo will auf einsamem Gehöft einbrechen - Bewohner überrascht die beiden

Amtsgericht: 30-Jähriger sitzt auf der Anklagebank, kommt aber glimpflich davon

Anke Schneider

Symbolfoto Gericht - © Sebastian Duda - Fotolia
Symbolfoto Gericht (© Sebastian Duda - Fotolia)

Steinhagen/Halle. Einbruch und versuchter Diebstahl lauteten die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft einem 30-jährigen Steinhagener machte. Er soll gemeinsam mit einem Jugendlichen, gegen den in Kürze in Bielefeld vor dem Schöffengericht separat verhandelt wird, ein einsames Gehöft im Außenbereich Steinhagens aufgesucht haben um dort Beute zu machen.

Der Angeklagte gab an, davon ausgegangen zu sein, dass der Hof leer stehe. „Mein Komplize sagte, es gehöre niemandem und soll abgerissen werden", sagte er. Das Duo fand auf dem Grundstück eine Brechstange und einen Bolzenschneider, womit sie einen Container aufbrachen, der mit einem Vorhängeschloss gesichert war. Bei ihrer Suche nach Stehlenswertem wurden sie von dem Bewohner des Hofes überrascht und gestellt.

„Das war die größte Dummheit, die ich je gemacht habe, gab der Beschuldigte zu. „Es hätte Ihnen auch klar sein müssen, dass alles irgendwem gehört", sagte der Staatsanwalt. Auch in leerstehende Gebäude dürfe man schließlich nicht einsteigen.

Da die Täter nicht zum Zuge kamen und nichts gestohlen wurde, änderte das Gericht jedoch die Anklage von Einbruch auf Sachbeschädigung ab.

Da der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist, stellte das Gericht das Verfahren am Ende gegen eine Geldbuße ein. Der Steinhagener muss 1.800 Euro an den Afrika-Club der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule zahlen.

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