»Stocksteif« holt den Pokal beim Eisstockschießen in Steinhagen

Die Titelverteidigung der »Schneehühner« missglückte – »Stocksteif« holten den Pokal und sorgten somit für die Ehrenrettung der Männer im Eisschießsport

Christina Falke

Zum fünften Mal dabei - aber nie gewonnen: Die Eisteufel Martina, Carmen, Sabine, Simone, Matze, Petra und Melissa
Waren um 19 Uhr aber zwischenzeitlich erstplatziert - © Christina Falke
Zum fünften Mal dabei - aber nie gewonnen: Die Eisteufel Martina, Carmen, Sabine, Simone, Matze, Petra und Melissa
Waren um 19 Uhr aber zwischenzeitlich erstplatziert (© Christina Falke)
Knutsch belegten nach einem Punktestechen den vierten Platz. - © Christina Falke
Knutsch belegten nach einem Punktestechen den vierten Platz. (© Christina Falke)

Steinhagen. Etwas wehmütig blickte Veranstalter Peter Krebs am Samstagabend auf die Eisbahn vor dem Restaurant Graf Bernhard, über die gerade nach und nach die Eisstöcke glitten. Das Finale des Eisstockschießens war im vollen Gang. Trotz geballter Frauenpower auf dem Eis entschieden die Männer von Stocksteif das 13. Rennen für sich.

Noch um 19 Uhr führten die Eisteufel-Mädels die Rangliste an – konnten ihre Punkte-Führung im letzten Viertel des Finals aber nicht mehr aufrecht erhalten. Gleich fünf Mannschaften zogen im weiteren Verlauf des Spiels an ihnen vorbei. Dabei waren sie sich so sicher: „Wir werden heute gewinnen!"

Eisstockschießen in Steinhagen - das Finale

„Hier geht es mehr um den Spaß", betonte Peter Krebs immer wieder und lugte dabei stetig auf die Rangliste, „natürlich wollen trotzdem alle den Sieg", gab er dann doch zu. „Es ist eben das Highlight des Jahres – kaum zu glauben, dass am Sonntag bereits der Stecker gezogen wird." Drei Monate lang war die Eisbahn aufgebaut – mit Getränkewagen und Pommesbude vor der Tür. Ein Team von 60 Leuten half vom Aufbau über den reibungslosen Ablauf aller Veranstaltungen bis hin zum Zapfenstreich.

Ab April steigt wieder die Vorfreude

Eisstockschießen - Das Finale 2019 - © Christina Falke
Eisstockschießen - Das Finale 2019 (© Christina Falke)

Bereits zum 13. Mal hatten sie alle das Winterspektakel rund ums Eislaufen und Eisstockschießen nach Steinhagen gebracht. Und Peter Krebs gestand offen: „Natürlich ist man erst einmal froh, wenn es vorbei ist. Aber spätestens ab April denken alle :„Es könnte doch wieder losgehen."

Vor 17 Jahren habe er als Vorsitzender der Steinhagener Werbegemeinschaft überlegt, was sie für den Ort Gutes tun könnten. Eine Eisbahn, so Krebs, war das Ergebnis – das Eisstockschießen habe sich daraus „halt so entwickelt."

In diesem Jahr meldeten sich gleich 168 Amateur-Mannschaften für das Event an, 30 standen nun am Samstag im Finale. Vier Runden lang haben die einzelnen Spieler (vier pro Mannschaft) Zeit, den jeweiligen Eisstock mit dem nötigen Feingefühl ans andere Ende des Zeltes zu bugsieren und dabei die im Eis eingelassenen Ringe zu treffen, die schließlich die jeweiligen Punkte ergeben.

Siegerinnen von 2018 wurden nur 13.

Die Schneehühner gingen in diesem Jahr als Titelverteidiger an den Start. Im vergangenen Jahr zeigten sie den Männern – zwar mit einem knappen Vorsprung, aber doch souverän – was wahre Frauenpower ist. In diesem Jahr fiel das Ergebnis klarer aus: Stocksteif siegte mit 2.900 Punkten klar vor »Bielefelder Eis« mit 2.740 Zählern auf dem Konto. Die Schneehühner landeten pokallos auf Platz 13.

Spannend blieb es dennoch bis zum Schluss. Die Mannschaften der Plätze drei und vier lagen punktgleich auf. Die Eisbären-Mädels von Knutsch mussten gegen die Jungs von LOD noch einmal in einem Stechen antreten. Und so griffen alle acht Mitglieder beider Mannschaften erneut zum Eisstock. Es brauchte aber gar nicht mehr bis zum Ende gespielt zu werden. Denn schnell hatten LOD einen höheren Punktestand erspielt. Die Eisbären blieben trotzdem in Feierlaune und nahmen stolz ihre Pokale im neugestalteten Design in Empfang.

DJ Ralf, der seit 16 Uhr die Veranstaltung mit Après-Ski-Hits von Helene Fischers »Atemlos« bis zu Udo Jürgens »Griechischer Wein« musikalisch untermalte, riss die Spieler immer wieder zu einem gemeinsamen Tänzchen auch mannschaftübergreifend hin. Moderator Peter Sommerstedt sang jedes Lied, zumindest auszugsweise, mit und sorgte mit seinem brummigen Gesang durch das Mikrofon für einen erhöhten Stimmungspegel.

Im Anschluss an den Wettbewerb fand auch in diesem Jahr wieder die alljährlich Party statt, bei der die 100-köpfige Besucherzahl noch einmal um weitere 300 Feierwillige aufgestockt wurde. Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Steinhagener noch das Ende ihrer diesjährigen Wintersaison.

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