Geschäftsführer Jürgen Schnatwinkel geht in den Ruhestand

Neue Idee: Nach 32 Jahren als Leiter der Bielefelder Volksbühne verabschiedet sich Jürgen Schnatwinkel in den Ruhestand. Zusammen mit Volker Hornberg plant er ein neues Angebot für die AWO

Frank Jasper

Organisieren für Steinhagener Theaterfahrten: Der ehemalige Volksbühnengeschäftsführer Jürgen Schnatwinkel, Volker Hornberg und AWO-Vorsitzender Detlef Lindner möchten die Arbeiterwohlfahrt mit neuen Angeboten noch attraktiver machen.  - © Frank Jasper
Organisieren für Steinhagener Theaterfahrten: Der ehemalige Volksbühnengeschäftsführer Jürgen Schnatwinkel, Volker Hornberg und AWO-Vorsitzender Detlef Lindner möchten die Arbeiterwohlfahrt mit neuen Angeboten noch attraktiver machen.  (© Frank Jasper)

Steinhagen. Zum Jahresende hat Jürgen Schnatwinkel die Geschäftsführung der Volksbühne an den Nagel gehängt. 32 Jahre hat der Steinhagener für die 1.100 Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Theaterabende und Ausflüge zu anderen Kulturveranstaltungen organisiert.

Ziel der 1905 gegründeten Volksbühne war es stets, auch den „einfachen Leuten" einen Theaterbesuch schmackhaft zu machen. Wer Mitglied ist, kommt in den Genuss günstigerer Tickets für ausgesuchte Vorstellungen. Das Motto »Theater für alle« besitzt bis heute seine Gültigkeit. „Die Geschäftsführung war eine schöne Aufgabe, aber man arbeitet oft abends", blickt Jürgen Schnatwinkel zurück. Da-rum freut sich der 67-Jährige nun auf mehr Abende zur freien Verfügung. Die Liebe zum Theater bleibt.

Von seinen guten Kontakten über die Volksbühne können künftig die Steinhagener AWO-Mitglieder – und nicht nur die – profitieren. Denn zusammen mit Volker Hornberg hat Schnatwinkel ein neues Projekt aus der Taufe gehoben: die AWO-Theatergruppe. „Zunächst zweimal pro Jahr bieten wir Ausflüge zu Theatervorstellungen in Bielefeld an", erklärt Volker Hornberg, der sich als ehemaliger Vorsitzender des Steinhagener Kulturausschusses ebenfalls in der Materie auskennt und seit mehr als 30 Jahren Mitglied in der AWO ist.

AWO hat sich auch Karten für My Fair Lady gesichert

Ziel der ersten Theaterfahrt ist die Aufführung des Klassikers »Charlys Tante« am Sonntag, 31. März, um 19.30 Uhr im Theater am Alten Markt (TAM) in Bielefeld. „Wir organisieren nicht nur die Eintrittskarten, sondern auch den Bus, der uns zusammen hinbringt", so Hornberg. Nervige Parkplatzsuche entfällt somit. Abfahrt ist am ZOB um 18 Uhr sowie um 18.15 Uhr vorm Hörmann-Schulungszentrum in Amshausen und um 18.30 Uhr am Waldbad. AWO-Mitglieder zahlen für Einritt und Fahrt 34,50 Euro, Nichtmitglieder 38,50 Euro. Der AWO steht ein Kontingent von 30 Karten zur Verfügung. Im Juni ist ein Besuch des Musicals »My Fair Lady« am Bielefelder Stadttheater geplant. Im freien Verkauf sind dafür kaum noch Karten zu haben. Dank der Kooperation mit der Volksbühne hat sich die Steinhagener AWO auch für diese Veranstaltung ein Kontingent gesichert.

„Wir müssen erst mal schauen, wie das neue Angebot angenommen wird", sagt Detlef Lindner, neben Dietmar Moritz einer der beiden AWO-Ortsvereinsvorsitzenden. Möglich, dass das Kontingent aufgestockt wird. „Bekanntlich will die AWO neue Mitglieder werben. Da ist dieses neue Kulturangebot ein attraktiver Baustein", so Lindner. Erklärtes Ziel sei es, die AWO mit neuen Angeboten und Themen ins 21. Jahrtausend zu hieven. „Nur so können wir den Ortsverein am Leben erhalten", sagt der Vorsitzende.

Wer Interesse an den Theaterfahrten hat, kann sich in der Zeit von Montag, 18. Februar, bis Donnerstag, 21. Februar, jeweils zwischen 9 und 13 Uhr Karten bei Volker Hornberg unter Telefon (0 52 04) 66 74 sichern.

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