Steinhagener Vielseitigkeitstage deutschlandweit bekannt

Florian Gontek

Altkreisstarterin: Die Steinhagenerin Malinda León dürfte ebenso wie Uwe Schömitz mit ihrem 24. Platz zufrieden sein. - © Florian Gontek
Altkreisstarterin: Die Steinhagenerin Malinda León dürfte ebenso wie Uwe Schömitz mit ihrem 24. Platz zufrieden sein. (© Florian Gontek)

Steinhagen. Uwe Schömitz war auch am Sonntagabend, als die Vielseitigkeitstage im Reitsportzentrum am Postweg schon ein paar Stunden beendet waren, noch immer euphorisch. „Ein Traumturnier – besser geht’s nicht", sagt Schömitz, der vor allem Nachwuchsreitern eine Bühne geben möchte.

Auf dem Sprung: Der Belgier Julien Despontin gehörte zum internationalen Teilnehmerfeld. - © Florian Gontek
Auf dem Sprung: Der Belgier Julien Despontin gehörte zum internationalen Teilnehmerfeld. (© Florian Gontek)

Der Turnierdirektor war nicht nur dankbar für das traumhafte Wetter. Auch sportlich war er mit dem, was er in den Dressur- und Sprungprüfungen der Klassen A und L und dem E-Geländeritt am Samstag, bei dem sich vor allem der Nachwuchs beweisen konnte, sah, „sehr zufrieden". Vor allem die Geländeprüfungen der Klassen A und L am Sonntag versprachen Spitzensport: Hier starteten neben nationalen Top-Reitern wie Frank und Andreas Ostholt auch weitere nationale und internationale Reiter. „Dieses Turnier hat sich – sowohl vom Datum als auch vom Prüfungsangebot – mittlerweile deutschlandweit etabliert. Der Ablauf ist reibungslos", sagt Schömitz.

Bei Altkreisstartern bleibt Luft nach oben

Aus Altkreissicht waren jedoch nur wenige Sportler am Start. Die meisten heimischen Athleten – etwa eine Handvoll – waren noch am Samstag im E-Geländeritt zu sehen. In der Geländeprüfung der Klasse L überzeugte einzig die Steinhagenerin Malinda León und schaffte es auf Ralesko auf den 24 Platz. Seiner Schülerin attestierte Uwe Schömitz eine „sehr gute Leistung".

Die Steinhagener Vielseitigkeitshoffnung Hella Meise (21) war dagegen wider Erwarten nicht auf dem Pferderücken zu sehen. Meise, die für den U 21-Nationalkader berufen ist, gönnte sich und ihren Pferden First Flight ’s Beauty und Quilotta eine Pause, und unterstütze als eine von etwa hundert Helfern den reibungslosen Ablauf am Rande der Hindernisse.

Alle Teilnehmer blieben unverletzt

Uwe Schömitz, der gemeinsam mit Andreas Ostholt erstmals Trainingswildcards als Preise für die besten Nachwuchsreiter der Vielseitigkeitstage vergab, freute sich, dass es über das ganze Wochenende hinweg keine nennenswerten Stürze gab und alle Teilnehmer unverletzt blieben. „Das ist das Wichtigste und vom Allerfeinsten", so Schömitz.

Bereits am kommenden Wochenende geht es mit den Bezirksmeisterschaften im Voltigieren spannend und sportlich weiter im Steinhagener Reitsportzentrum.

Info
Sicherheitshindernisse im Einsatz

Im Rahmen der Vielseitigkeitstage waren – etwa am Oxer des Geländeparcours am Sonntag – erstmals sogenannte Sicherheitshindernisse im Einsatz, auch MiM-Clips genannt. „Sicherheit ist gerade in der Vielseitigkeit ein großes Thema", sagt Uwe Schömitz. Das in Schweden entwickelte MiM-System beruht auf einem Klappmechanismus, der sich öffnet, wenn die Stange stark angeschlagen wird.

Die Kosten für diese MiM-Systeme werden seit 2015 komplett von der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport getragen. In Deutschland befasst sich seit 2013 eine Task Force »Sicherheit Vielseitigkeit« mit der Umsetzung diverser Sicherheitsmaßnahmen des Reitssports.

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