Junge Sinfoniker spielen gemeinsam mit Cellistin Irena Josifoska

Jonas Damme

Solistin aus Serbien: Cellistin Irena Josifoska spielt mit den Jungen Sinfonikern. - © Copyright:www.istockphoto.com/EmirMemedovski
Solistin aus Serbien: Cellistin Irena Josifoska spielt mit den Jungen Sinfonikern. (© Copyright:www.istockphoto.com/EmirMemedovski)

Steinhagen. Irena Josifoska, 1996 geboren, stammt aus Novi Sad in Serbien. Sie wuchs in einer Musikerfamilie auf und begann bereits im zarten Alter von fünf Jahren sie mit dem Cellospiel.

Nach Abschluss des Musikgymnasiums und Studien an der Musikakademie ihrer Heimat studiert sie derzeit an der renommierten Hochschule für Musik in Detmold. Für die Jungen Sinfoniker ein Geschenk des Himmels. Der Verein hinter dem Jugendorchester für Ostwestfalen-Lippe konnte das junge Ausnahmetalent nämlich für die neue Konzertreihe gewinnen. Möglicherweise ein einmaliges Engagement, denn Josifoska ist auf der ganzen Welt unterwegs.

Sie errang bereits rund 45 Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, wie dem tschechischen Bohus-Heran-Wettbewerb oder dem Internationalen Cello-Wettbewerb in Liezen. In den vergangenen Jahren hat Irena Josifoska zahlreiche Auftritte in England, Italien, Kroatien und Spanien absolviert. Als Solistin konzertierte sie dabei mit bedeutenden Orchestern.

Auf dem Konzertplan des OWL- Nachwuchsorchesters stehen in diesem Jahr zwei Werke von Johannes Brahms und Antonín Dvorák. Das Cellokonzert h-moll, Opus 104 ist eines der berühmtesten Cellokonzerte aller Zeiten und gehört zu Dvoráks bekanntesten Werken. Der Tscheche schrieb es um 1894. Passagen des Stückes werden von Kennern gerne beschrieben, als Dialog zwischen Orchester und Soloinstrument. Das erlaubt der jungen Solistin natürlich ein besonderes Entfaltungspotenzial.

1895 soll Johannes Brahms, nachdem er die Partitur gelesen hatte, ausgerufen haben: „Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!“

Nach der Pause kommt der deutsche Komponist dann selbst zum Zug. Seine Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 komponierte Brahms bereits im Jahr 1877. Sie gilt ebenfalls als eines der populärsten Stücke ihres Schöpfers.

An ihr zeigt sich übrigens, wie schwer es ist, Musik in Worte zu fassen. Während Brahms selbst der Auffassung war, es sei eines seiner traurigsten Stücke (Er soll einmal gesagt haben: „Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: die Partitur muss mit Trauerrand erscheinen.“) spricht die Kritik von einer heiter-gelassenen Stimmung. Sicher ist: Auch Brahms lässt Irena Josifoskas Cello genügend Raum.

Das Konzert am Samstag, 15. September, im Schulzentrum beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es wie üblich im Vorverkauf in der Filiale der Kreissparkasse am Marktplatz.

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