Arbeiten an der Amshausener Straße haben begonnen - Nachfrage ist groß

Jonas Damme

Baustraße: Ein Bagger und eine Walze legen die Zufahrt für die künftigen Bauarbeiten südlich der Amshausener Straße an. - © Jonas Damme
Baustraße: Ein Bagger und eine Walze legen die Zufahrt für die künftigen Bauarbeiten südlich der Amshausener Straße an. (© Jonas Damme)

Steinhagen-Amshausen. Das Interesse an den Häusern, die nördlich und südlich der Amshausener Straße entstehen sollen, ist groß. Zwölf der 14 Grundstücke im südlichen Baugebiet wurden im Sommer vergeben, bei den beiden letzten stehen demnächst die Gespräche an, wie Bauamtsleiter Stephan Walter erklärt. Insgesamt hatten sich 108 Interessenten für die 14 Plätze beworben. „Unsere Auswahlkriterien waren: Familien mit Kindern, Steinhagener und Menschen, die noch keine Immobilien besitzen, werden bevorzugt", so Walter. Zwischen 105 und 115 Euro netto (ohne Erschließungskosten) kostet ein Quadratmeter Baugrund in Amshausen.

Der Rahmenplan: Mehr als 60 Gebäude (rot) werden in Amshausen zwischen ehemaliger B 68 (grau) und Amshausener Straße entstehen. Die Bäume (dunkelgrün) sollen geschont werden, auch die alte Hofstelle im Zentrum (rosa) bleibt. Zur Entschleunigung des Verkehrs soll zum Ende hin ein Kreisverkehr gebaut werden. 
Der Rahmenplan: Mehr als 60 Gebäude (rot) werden in Amshausen zwischen ehemaliger B 68 (grau) und Amshausener Straße entstehen. Die Bäume (dunkelgrün) sollen geschont werden, auch die alte Hofstelle im Zentrum (rosa) bleibt. Zur Entschleunigung des Verkehrs soll zum Ende hin ein Kreisverkehr gebaut werden. 

Außerdem sollen im Bereich zwischen Amshausener Straße und Bahnschienen noch mehrere Mehrfamilienhäuser entstehen, auch hier gibt es bereits Investoren, die Interesse bekundet haben. Da die Politik aber Wert darauf legt, das „ sozialverträglicher Wohnraum", mit bezahlbaren Mieten entsteht, werden die potenziellen Bauherren noch im Ausschuss vorstellig werden müssen. Tatsächlich ist es nicht einfach, solche Bauprojekte zu verwirklichen, da sie sich für entsprechende Unternehmen derzeit kaum lohnen.

Dass es an der Amshausener Straße voran geht ist augenscheinlich: Bagger, Planierwalzen und Radlader legen gegenwärtig die Baustraßen an, über die die künftigen Bauherren ihre Grundstücke erreichen können. Die vier Baustraßen südlich der Amshausener Straße entsprechen genau den Straßen, die künftig durch das Wohngebiet führen werden. Parallel dazu entstehen die Kanäle, die das Baugebiet erschließen werden. Vor allem soll ein 1,40 Meter großer Staukanal, der am südlichen Ende parallel zum Baugebiet verläuft, soll das Mischwasser der vielen neuen Häuser aufnehmen. Nahe dem Upheider Weg werden im kommenden Jahr außerdem eine Regenklärung und ein neues Wasserrückhaltebecken angelegt.

Mehr Aspiranten als Bauplätze

„Die Erschließung soll im März abgeschlossen sein", so Walter. „Dann können die ersten Familien anfangen zu bauen. Einige stehen bereits in den Startlöchern."

Betreuen die beiden Baugebiete: Grundstücksmanager Daniel Meyer (links) und Bauamtsleiter Stephan Walter kennen die Bebauungs- und Rahmenpläne genau. - © Jonas Damme
Betreuen die beiden Baugebiete: Grundstücksmanager Daniel Meyer (links) und Bauamtsleiter Stephan Walter kennen die Bebauungs- und Rahmenpläne genau. (© Jonas Damme)

Das deutlich größere Baugebiet nördlich der Amshausener Straße entsteht mit etwa einem Jahr Verzögerung gegenüber dem Süden. Auch hier gibt es deutlich mehr Aspiranten als Bauplätze. „Im Frühjahr werden wir Kontakt mit den Bewerbern aufnehmen", so Walter. „Ab Sommer beginnt dann die Erschließung." Insgesamt 45 Einzel und Doppelhäuser sowie neun Mehrfamilienhäuser sollen unterhalb der ehemaligen B 68 (jetzt L 756) entstehen. Der dortige Bebauungsplan ist aber noch nicht rechtskräftig (siehe Kasten). Im Frühjahr 2020 könnten die Fundamente gegossen werden.

Als allerletzter Verfahrensschritt werden, nachdem die letzten Häuser fertiggestellt sind, die Straßen und vor allem der geplante Kreisverkehr auf der Amshausener Straße gebaut. Nahe der Falkenstraße wird das Baugebiet direkt an die ehemalige B 68 angeschlossen. Die breite Ausfahrt wird so geplant, dass dort künftig auch eine Ampel aufgestellt werden könnte, sollten die Verkehrsverhältnisse das nötig machen.

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