BANG in Brockhagen

Frank Jasper

Team in Brockhagen: Die Trainer Guido Husmann (von links) und Marc Daut, Büroleiterin Melanie Hoff und Kundenbetreuerin Ingvild Splietker. Es fehlt: Trainer Lazgen Hasano - © Frank Jasper
Team in Brockhagen: Die Trainer Guido Husmann (von links) und Marc Daut, Büroleiterin Melanie Hoff und Kundenbetreuerin Ingvild Splietker. Es fehlt: Trainer Lazgen Hasano (© Frank Jasper)
Blick in die Halle - © Frank Jasper
Blick in die Halle (© Frank Jasper)

Steinhagen-Brockhagen. Geschäftiges Treiben in der großen Halle an der Michaelisstraße. Um die Werkbänke und Maschine scharen sich die Teilnehmer, die sich hier in verschiedenen Techniken ausbilden lassen. Die Atmosphäre ist locker, aber konzentriert. BANG steht für »Berufliches Ausbildungs Netzwerk im Gewerbebereich«. Unternehmen aus der Region haben sich zusammengeschlossen, um einen Teil ihrer Ausbildung in den BANG-Werkstätten durchführen zu lassen.

„Inzwischen haben wir 42 Mitglieder. Davon sind sieben in diesem Jahr neu dazugekommen. Kleine und mittelständische Unternehmen zumeist, aber auch einige richtig große", teilt Ingvild Splietker mit, die sich bei BANG um die Kundenbetreuung kümmert. In dieser Woche wurde die Mitgliedschaft mit dem Steinhagener Tor- und Türenhersteller Hörmann besiegelt. Andere namhafte Firmen sind schon länger Mitglied in dem Ausbildungsnetzwerk. Etwa der Verler Küchenhersteller Nobilia oder das Maschinenbauunternehmen Kittel aus Schloß Holte-Stukenbrock. Die Kooperation dieser Spezialisten einer Branche schafft die Möglichkeit, gemeinsam Ausbildungsressourcen zu nutzen und somit wirtschaftlicher ausbilden zu können.

Guido Husmann (im blauen Shirt) leitet die Auszubildenden an den Maschinen an. - © Frank Jasper
Guido Husmann (im blauen Shirt) leitet die Auszubildenden an den Maschinen an. (© Frank Jasper)

Weil am alten Standort in Halle keine Expansion möglich war, zog BANG im März nach Brockhagen und vergrößerte sich von vormals 400 auf nun 1.200 Quadratmeter. Erst so war es möglich, das Ausbildungsangebot zu erweitern. „Einige Maschinen hätten wir aufgrund ihrer Größe in Halle gar nicht aufbauen können", berichtet Marc Daut, einer der drei Trainer.

Zum bisher in Halle beheimateten Angebot, das sich auf zerspanende und generative Fertigung in der Metallverarbeitung konzentrierte, ist die Blechprozesstechnik hinzugekommen. „Bei der Blechverarbeitung arbeiten wir mit dem Unternehmen Trumpf aus Ditzingen zusammen. Die Auszubildenden lernen bei uns, wie das Material mit dem Laser bearbeitet und wie es gestanzt und gebogen wird", erläutert Ingvild Splietker.

Mit Hörmann soll nun ein dritter Bereich, die Wartungstechnik, ausgebaut werden. Schließlich wird das Lean Management als viertes Kompetenzgebiet in Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld vorbereitet. „Lean-Management ist ein Ansatz zur Prozessoptimierung, bei dem Verschwendung minimiert und Prozesse harmonisiert werden", so Splietker, „vor jeder Automatisierung kann man bei uns lernen, die betrieblichen Abläufe zu entrümpeln."

Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel

In Brockhagen sind in Marc Daut, Guido Husmann und Lazgen Hasano drei Trainer beschäftigt. Um die Büroleitung kümmert sich Melanie Hoff. Zum Team gehört außerdem Ausbildungsleiter Frank Icke, der beide Trainingszentren von BANG Gütersloh betreut. Das zweite befindet sich in Verl. Aktuell halten beide Standorte jeweils 42 Ausbildungsplätze vor. Verl hat außerdem 16 Stellen im Mechatroniklabor.

Neben Azubis nutzen Umschüler das Trainingsangebot. „Daneben streben wir Kooperationen mit Schulen an. Denn wir wollen möglichst früh junge Leute für Berufe im Metallsektor begeistern und so unseren Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel leisten", kündigt Ingvild Splietker an.

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