Hörmann engagiert sich in Indien

HK

Die Frauen aus Gagillapur werden ausgebildet, um eigene Kleidung zu nähen. Das ist eines der vielen Projekte, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten - © Hörmann/Rajesh Joe
Die Frauen aus Gagillapur werden ausgebildet, um eigene Kleidung zu nähen. Das ist eines der vielen Projekte, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten (© Hörmann/Rajesh Joe)
Am Standort des indischen Hörmann Werkes in Gagillapur engagiert sich der Tor- und Türhersteller für die Verbesserung der Lebensqualität. Zur Unterstützung gehört unter anderem die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. - © Hörmann
Am Standort des indischen Hörmann Werkes in Gagillapur engagiert sich der Tor- und Türhersteller für die Verbesserung der Lebensqualität. Zur Unterstützung gehört unter anderem die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. (© Hörmann)

Steinhagen/ Gagillapur. Hörmann produziert in seinem indischen Werk Shakti Hormann am Standort Gagillapur nahe der Millionenmetropole Hyderabad Brandschutz- und Stahlinnentüren sowie Industrietore und Verladetechnik für den indischen Markt. In der etwa 8000 Einwohner zählenden Gemeinde Gagillapur bestehen – wie in vielen Teilen Indiens – große soziale, ökologische, infrastrukturelle und administrative Defizite, so dass viele Bereiche der Gemeinde in einem starken Gegensatz zu der Leistungsfähigkeit des Werkes und den hohen Qualitätsstandards der Produkte stehen. Seit einigen Jahren erarbeitet Hörmann Konzepte, um direkt vor Ort – also auch dort, wo viele Mitarbeiter von Shakti Hormann leben – Unterstützung zu leisten.

Zunächst versuchte Hörmann mit konventioneller Entwicklungshilfe, unter anderem der Finanzierung eines Wassertanks und einer Wasseraufbereitungsanlage, die Situation der Menschen zu verbessern. Doch schon 2014 stellte das Familienunternehmen diese Hilfen auf den Prüfstand, da die erhofften Erfolge ausblieben – nicht zuletzt aufgrund der unzureichenden Nachhaltigkeit dieser Investitionen. So war die Wartung und Pflege der Anlagen schwierig zu gewährleisten. Bereits nach kurzer Zeit funktionierten die Anlagen nicht mehr.

Gemeinsam mit Lorenz Pohlmeier, unabhängiger Berater für Entwicklungsprojekte, entwickelten die Verantwortlichen bei Hörmann und Shakti Hormann, unter Einbeziehung einer indischen Hilfsorganisation, ein neues, langfristig angelegtes Entwicklungshilfekonzept. Dieses zielt darauf ab, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken.

Eine engere Zusammenarbeit mit Politikern, Behörden und Institutionen gehört ebenso zum Maßnahmenkatalog wie die Förderung des Bürger-Engagements sowie Verbesserungen im Bildungs- und Gesundheitswesen – inklusive regelmäßiger Erfolgskontrollen.

Hörmann strebt an, mittel- und langfristig weitere am Standort ansässige Firmen für das soziale Engagement zu gewinnen. „Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass ein nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg ohne Bildung, soziale Gerechtigkeit und demokratische Strukturen nicht möglich ist", erklärt Martin J. Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe.

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