Angler schlagen Vandalismus-Alarm

Frank Jasper

Sinnfreie Zerstörungswut: Der Stützpfeiler, der das Vordach der Anglerhütte trägt, ist erheblich beschädigt. Eingetretene Türen und Brandspuren musste das Haus auch schon aushalten. Dagegen sind die Schmierereien an der Fassade harmlos. - © Frank Jasper
Sinnfreie Zerstörungswut: Der Stützpfeiler, der das Vordach der Anglerhütte trägt, ist erheblich beschädigt. Eingetretene Türen und Brandspuren musste das Haus auch schon aushalten. Dagegen sind die Schmierereien an der Fassade harmlos. (© Frank Jasper)
Ignoriert: Dieses Schild weist eindringlich darauf hin, dass es sich um ein Privatgrundstück handelt. - © Frank Jasper
Ignoriert: Dieses Schild weist eindringlich darauf hin, dass es sich um ein Privatgrundstück handelt. (© Frank Jasper)

Steinhagen. Seit ein paar Wochen gehen die Angler mit einem mulmigen Gefühl im Magen zur Lehmkuhle, dem kleinen Gewässer an der Liebigstraße. Neben Rute, Köder und Haken tragen sie eine Frage mit zum See: Welche böse Überraschung wartet heute auf uns? „Mehrmals haben Randalierer die Tür von der Vereinshütte eingetreten, ein anderes Mal haben wir Brandspuren entdeckt“, berichtet Gerhard Sanker und schüttelt den Kopf. Jetzt hat der Vorsitzende des Angelsportvereins Steinhagen endgültig die Nase voll.

Denn in den zurückliegenden Tagen haben ungebetene Gäste eine der Holzstützen, die das Vordach des Clubhauses tragen, demoliert. Wer den Schaden betrachtet, stellt fest, dass hier niemand mit einem Taschenmesser seine Initialen verewigen wollte. „Da muss jemand mit einer Axt ordentlich gegengehauen haben“, mutmaßt Gerhard Sanker. Der Stützpfeiler ist an der Stelle gefährlich dünn und muss dringend repariert werden. „Wenn da jemand kräftig zutritt, fällt uns das ganze Haus zusammen“, fürchtet Sanker.

Die völlig sinnfreie Zerstörungswut, macht ihn fassungslos. „Unsere Mitglieder freuen sich darauf, wenn sie hier ein paar schöne, friedliche Stunden in der Natur verbringen können. Inzwischen traut sich hier niemand mehr alleine her“, berichtet er. Übel gelaunten Krawallmachern, die offenbar sogar eine Axt mit sich herumtragen, will an dem abgeschiedenen Ort niemand begegnen.

Die Hütte ist für den kleinen Angelverein Dreh- und Angelpunkt. Die älteren Mitglieder lagern dort ihre Sitzmöglichkeiten. „Ohne das Haus können wir den Verein dicht machen“, sagt Janker. Er hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Grundsätzlich habe der Verein gar nichts gegen Gäste, die das idyllische Fleckchen aufsuchen. „Aber sie müssen sich natürlich benehmen“, fügt der Vorsitzende hinzu.

Die Lehmkuhle befindet sich in Besitz der Gemeinde Steinhagen und wird vom Angelsportverein gepachtet. In dem Gewässer leben unter anderem Barsche, Karpfen, Brassen und Hechte. Das Angeln ist nur Mitgliedern des Vereins gestattet. Grillen ist strengstens untersagt.

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