Die neue Südkurve des Kirchplatzes

Der Entwurf für den Bau am Schlichte-Carree steht.

Jonas Damme

So soll es werden: Helle Farben und klare Linien zeichnen den Entwurf für den Perus-Neubau von Architektin Ute Krämer aus. - © Grafik: Perus
So soll es werden: Helle Farben und klare Linien zeichnen den Entwurf für den Perus-Neubau von Architektin Ute Krämer aus. (© Grafik: Perus)

Steinhagen. Im Juni könnten die Bauarbeiten am Schlichte-Carree wieder beginnen. Dann soll auf der Brache am südlichen Kirchring nach dem Entwurf der Isselhorster Architektin Ute Krämer ein mehrgeschossiges modernes Gebäude entstehen, dass sich aber der vorhandenen Baustruktur am Kirchplatz anpasst.

„Wir brauchen noch vier bis sechs Wochen, um den Bauantrag einzureichen. Damit wäre ein Baubeginn Anfang Juni möglich“, erklärt Horst Neugebauer, Geschäftsführer der Firma Perus. Insgesamt sei eine Bauzeit von zehn bis zwölf Monaten realistisch. Im späten Frühling oder Sommer 2017 könnten also – wenn alles gut geht – die ersten Mieter einziehen.

Dachterrasse mit Blick auf die Dorfkirche

An erster Stelle natürlich die Gemeindebibliothek (das HK berichtete). Damit die »Ankermieter« werden kann, braucht es aber noch einen Ratsbeschluss. Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss bereits für den Umzug gestimmt hat, muss der Gemeinderat am kommenden Mittwoch zustimmen. Pläne, wie der Bibliotheksbereich aussehen könnte, sollen gegebenenfalls bald im Kulturausschuss vorgestellt werden.

Neben der Bibliothek sollen in den Obergeschossen Unternehmen einziehen. „Für das erste Obergeschoss stehen wir mit einem Ingenieurbüro in Verhandlungen“, erklärt Neugebauer. Namen will er aber erst nennen, wenn alles unter Dach und Fach ist. „Der Rest wird noch angeboten.“

Besonderen Reiz für potenzielle Mieter dürfte auch die Dachterrasse auf dem Vorbau haben, die für die Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens zugänglich wäre. Die Büros im zweiten Obergeschoss sollen auf zwei Mal 160 Quadratmeter aufgeteilt werden.

Perus-Gesellschafter haben Pläne abgesegnet

Die digitalen Pläne sind bereits von den Perus-Gesellschaftern abgesegnet worden. Sie sehen vor, dass sich das Gebäude gut an den Kirchplatz anpasst. Die Farbe der Putzfassade soll zum Nachbargebäude passen. Gleichzeitig soll bei der Maßnahme natürlich auf nachhaltiges Bauen geachtet werden.

An beiden Seiten soll der Neubau an die vorhandenen Gebäude angeschlossen werden: In Richtung Möbel-und-Mehr-Kaufhaus ist eine Brücke mit großen Fenstern geplant, in Richtung Perus-Verwaltung eine Betonplatte, die ähnlich wie ein Eingangstor wirken soll. „Das gibt uns viele gestalterische Möglichkeiten“, erklärt Neugebauer, „zum Beispiel für den Weihnachtsmarkt.“

Im Rahmen der Arbeiten will man sich auch mit der vorhandenen Bausubstanz beschäftigen. So soll das Historische Museum natürlich seinen Platz behalten, trotzdem gebe es aber noch weiteren Raum, über dessen Nutzung nachgedacht werden könne.

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