HalleSolaranlagen über der A33? Lärmgeplagte Anwohner könnten auch profitieren

Die UWG will diese Möglichkeit prüfen lassen. Davon würde man vor allem im Haller Ortsteil profitieren. Auch lärmgeplagte Anwohner könnten dadurch entlastet werden.

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Hesseln leidet unter dem Lärm der A 33. Der Bau einer Photovoltaikanlage über der Autobahn würde nach Ansicht der UWG nicht nur für zusätzliche Energie, sondern auch für weniger Stress sorgen. - © Ulrich Fälker
Hesseln leidet unter dem Lärm der A 33. Der Bau einer Photovoltaikanlage über der Autobahn würde nach Ansicht der UWG nicht nur für zusätzliche Energie, sondern auch für weniger Stress sorgen. © Ulrich Fälker

Halle. Die UWG will prüfen lassen, ob es möglich ist, Solaranlagen über der A33 zu errichten. Das geht aus einem Antrag hervor, den die Fraktion jetzt an den Bürgermeister gerichtet hat.

Anlass ist ein Projekt des Fraunhofer Instituts für Solare Energysteme (ISE), das seit Anfang 2020 durchgeführt wird und noch bis 2023 andauert. An der A81 in der Nähe des Bodensees soll in diesem Zuge eine Versuchsanlage installiert werden. In Höhe von 5,50 Meter werden auf einer Fläche von zwölf mal 14 Metern Solaramodule installiert.

Das könnte nach Vorstellung der UWG auch in Halle geschehen. Dabei biete sich die A33 zwischen Grünbrücke Postweg und Grünbrücke Hesseln an. Ausgehend von einer Fahrbahnbreite von zehn Metern würde auf dieser Strecke eine PV-Fläche von 33.000 Quadratmetern entstehen. „Nach Berechnungen des ISE könnten hier im Optimalfall 6,27 Millionen kWh pro Jahr entstehen", heißt es in dem Antrag. Die Energie für knapp 3.500 Ein-Personen-Haushalte.

PV-Anlagen als Lärmschutz

Die gewonnene Energie könne über einen kurzen und direkten Weg in das Umspannwerk Hesseln eingespeist werden, heißt es in dem Antrag. Darüber hinaus habe die Errichtung von PV-Anlagen über der Autobahn weitere positive Effekte: „Es wäre ein zusätzlicher Lärmschutz, der die Hesselner Bürgerinnen und Bürger entlastet, ohne hierfür ein Tempolimit auf der A33 vor der eigenen Haustür einzurichten", erklärt die UWG-Fraktion. Dazu werde eine Fläche genutzt, die bereits versiegelt sei, außerdem werde die Fahrbahn vor der Witterung geschützt, was die Instandhaltungskosten reduziere.

Die Verwaltung soll daher nach Vorstellung der UWG beauftragt werden, die Möglichkeit einer Installation in Zusammenarbeit mit dem ISE und der Bundesautobahn GmbH zu prüfen. Außerdem soll untersucht werden, ob kommunale Straßen in Halle als Fläche zur Verfügung stehen, die in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut als Pilotfläche dienen könnten.

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