Der WochenkommentarDer Wochenkommentar: Freie Wahlen sind ein großes Geschenk

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Sonntag dürfen wir in freier, gleicher und geheimer Wahl den neuen Landtag in Nordrhein-Westfalen bestimmen. Mehr denn je ist das in Zeiten wie diesen ein Geschenk der Demokratie, die uns verpflichtet, dieses Geschenk anzunehmen und – wählen zu gehen. - © Nicole Donath
Sonntag dürfen wir in freier, gleicher und geheimer Wahl den neuen Landtag in Nordrhein-Westfalen bestimmen. Mehr denn je ist das in Zeiten wie diesen ein Geschenk der Demokratie, die uns verpflichtet, dieses Geschenk anzunehmen und – wählen zu gehen. © Nicole Donath

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es für die Eltern hier vor Ort fast nichts Wichtigeres als die Frage danach, wie sie die Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Und ihre eigene Arbeit obendrein. Gegebenheiten und Umstände, gerade noch selbstverständlich, waren plötzlich die Ausnahme. Pandemiebedingt gab es in den Kitas über viele Monate plötzlich nur noch Notgruppen. Die älteren Mädchen und Jungen wurden nun im Homeoffice unterrichtet; eine ebenso neue wie ungewohnte Art des Lernens. Und alle hockten zu Hause aufeinander, mussten sich Rechner teilen und einen Raum finden, in dem sie ungestört lernen oder arbeiten konnten. Dazu die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, die Isolation, die Ungewissheit. Erschöpfung machte sich bald breit; mit den Folgen kämpfen noch immer viele Betroffene.

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Mindestens ebenso schonungslos legte die Pandemie in diesen Phasen offen, wie sehr wir beim Thema Digitalisierung doch hinterherhinken. Es wurde diskutiert und überlegt, wie all diese Probleme gelöst werden können. Jetzt, da Russland die Ukraine überfallen hat und in Europa Krieg herrscht, sind die Pandemie und die Konsequenzen, welche die Politik aus dieser Zeit ziehen muss, in den Hintergrund geraten. Das ist einerseits verständlich. Weil die Angst vor einer Ausweitung des Krieges in Europa so groß ist. Und andererseits doch fatal.

Redaktionsleiterin

Nicole Donath - © Nicole Donath
Redaktionsleiterin
Nicole Donath (© Nicole Donath)

Gespräche, Diskussionen und Gedanken dazu bestimmen gerade in weiten Teilen unser Leben. Doch Sonntag ist Landtagswahl und es gibt auch viele Themen, die es ebenso verdient haben, jetzt beleuchtet zu werden. An diesem 15. Mai haben wir die Chance dazu, politische Lösungen, die in unserem Sinne sind, auf den Weg zu bringen. Und dabei befinden wir uns in einer absoluten Luxussituation.

Ja, wir dürfen wählen und wir dürfen frei darüber bestimmen, welche Politikerin oder welchen Politiker wir als Vertreterin oder Vertreter unserer Interessen nach Düsseldorf entsenden. Um dort Lösungen für gute Schulpolitik, passende Bildungsangebote, angemessene Gesundheitsversorgung und zeitgemäße Digitalisierung zu finden. Frei. Gleich. Geheim.

So oder so wird der Altkreis Halle in Düsseldorf persönlich repräsentiert

Und in der Annahme, dass Mechthild Frentrup (CDU) und Thorsten Klute (SPD) das Rennen unter sich ausmachen, wird uns in jedem Fall eine Person aus dem Altkreis Halle künftig Landesparlament vertreten – entweder aus Steinhagen oder aus Versmold.

Das ist in Zeiten wie diesen mehr denn je ein Geschenk. Ein Geschenk der Demokratie und zugleich die Verpflichtung, dieses besondere Geschenk anzunehmen und Sonntag seine Stimme abzugeben. Millionen von Menschen würden alles darum geben, dieses Privileg genießen zu dürfen.

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