HalleSchneller als geplant: Wie Gerry Weber Klimaneutralität erreicht

Ein Jahr eher als geplant hat die Gerry-Weber-Gruppe nach eigenen Angaben eines ihrer wichtigsten mittelfristigen Nachhaltigkeitsziele erreicht. Mit eigenen Projekten und dank eines Start-ups.

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Firmenzentrale Gerry Weber - © Nicole Donath
Firmenzentrale Gerry Weber © Nicole Donath

Halle. Die Zentrale in Halle sei nun klimaneutral, teilt der Konzern mit. Der Modehersteller hatte das Ziel der Klimaneutralität für den Firmenhauptsitz in der im vergangenen November veröffentlichten Nachhaltigkeitsagenda für 2023 ausgelobt.

Durch Umstrukturierungen und verschiedene Maßnahmen habe sich der externe Energiebezug der Zentrale seit 2016 bereits um rund 30 Prozent reduziert. Der verbleibende Emissionsanteil werde in Kooperation mit dem Start-up „Planted" kompensiert. Dass die bedeutende Etappe nun schon rund ein Jahr vorher erreicht worden ist, wertet die Vorstandsvorsitzende Angelika Schindler-Obenhaus als großen Erfolg: „Gerry Weber hat schon in den vergangenen Jahren sehr viel im Bereich Nachhaltigkeit getan, es ist nur kaum zu diesen Themen kommuniziert worden. Mit unserer im vergangenen Jahr veröffentlichten Agenda haben wir den mutigen Schritt gewagt, uns transparent und messbar zu machen."

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„Alle nicht vermeidbaren Emissionen können durch ein Projekt ausgeglichen werden"

Und auch Finanzvorstand Florian Frank betont die Relevanz der erreichten Klimaziele für die erfolgreiche Zukunft der Gerry Weber International AG: „Auf dem Kapitalmarkt ist das Vorhandensein einer substanziellen Nachhaltigkeitsstrategie für Unternehmen inzwischen von signifikanter Bedeutung." Klimaschutz heiße, alle Emissionen zu erfassen und sie dann kontinuierlich und so weit wie möglich zu reduzieren, erklärt der für die operative Umsetzung hauptverantwortliche Patrick Kühnast, Coordinator Shared Services & PMO bei Gerry Weber. „Alle nicht vermeidbaren Emissionen können durch ein Klimaschutzprojekt ausgeglichen werden." Schon in der Vergangenheit seien Maßnahmen umgesetzt worden, zum Beispiel der Einsatz von Geothermie, die Umstellung auf LED, diverse Laufzeitoptimierungen und die Reduktion von Druckluftleckagen sowie die Sensibilisierung der Mitarbeitenden.

Den Schritt, die übrig gebliebenen Emissionen zu messen und zu kompensieren, ist Gerry Weber mit Planted gegangen: Der Ausgleich der noch verbliebenen Emissionen geschieht durch den Kauf von CO 2-Zertifikaten, mit denen das Kölner Start-up verschiedene soziale und energiebezogene Projekte unterstützt. „Nun werden wir daran arbeiten, im nächsten Step Klimaneutralität in ganz Deutschland zu realisieren", so Angelika Schindler-Obenhaus.

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