HalleUPDATE: 51-jähriger Mann aus Halle wird in Köln gefunden

Der Vermisste wurde auch mit einem Foto gesucht. Die Polizei erklärt, warum Suchmeldungen oft erst ohne Foto veröffentlicht werden.

Melanie Wigger

Symbolbild - © CC0 Pixabay
Symbolbild © CC0 Pixabay

+++UPDATE+++ Die öffentliche Suche nach dem 51-jährigen Mann ist eingestellt worden, teilt die Polizei am Dienstag, 8. Februar, mit. Zeugen meldeten, dass der zuvor Vermisste körperlich unversehrt in Köln angetroffen worden ist.+++

Halle. Seit Mittwochvormittag, 2. Februar, wird ein 51-jähriger Mann aus Halle vermisst. Unter Umständen ist der Mann mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen: Er wollte mit dem Bus von Halle nach Gütersloh fahren. Seitdem gibt es keinen Kontakt mehr.

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Die Polizei sucht aktuell mit hohem Kräfteaufwand und dem Einsatz eines Suchhundes nach dem Vermissten. Hinweise zum Aufenthalt des Vermissten nimmt jede Polizeidienststelle und der polizeiliche Notruf 110 entgegen.

Am Donnerstag hat sich die Polizei entschieden, einen Schritt weiterzugehen und ein Foto des Vermissten zu veröffentlichen. Auch bei der Vermisstenmeldung am vergangenen Wochenende wurde ein Foto erst zeitversetzt freigegeben - der vermisste 37-jährige Haller wurde am Montag, 31. Januar, tot aufgefunden.

So geht die Polizei vor

Dass die Vermisstensuchen sich oft zuerst auf Beschreibungen beschränken, hat einen guten Grund. "Wir gehen bewusst schrittweise vor. Man darf nicht vergessen, dass die Bilder auch nach einer Suche quasi für immer im Internet bleiben", erklärt Polizeisprecherin Katharina Felsch - und das obwohl die Polizei diese Foto nach der Suche aus dem NRW-Fahndungsportal löscht. Streng genommen erlischt dann auch für andere das Veröffentlichungsrecht. Doch durch das Teilen im Netz werden die Bilder weit gestreut. Dem könne man im Nachhinein nicht mehr Herr werden, berichtet Katharina Felsch.

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Eine Blaupause für die Vermisstensuchen gebe es jedoch nicht bei der Kreispolizei Gütersloh. Im Einzelfall wird entschieden, ob zum Beispiel der Name oder der Wohnort wichtige Angaben für die Suche sind. Solche Entscheidungen werden in der Regel in Absprache mit den Angehörigen getroffen.

Bei Kindern werden häufiger Fotos veröffentlicht

Und auch bei den Fotos wird nicht immer der Vermisste veröffentlicht, erläutert die Polizeisprecherin: "Wenn wir wissen, dass jemand mit dem Auto unterwegs ist, kann es zum Beispiel sinnvoller sein, stattdessen das Kennzeichen zu zeigen."

Etwas anders verläuft die Suche nach Kindern. Je nach Umständen und Alter des vermissten Kindes kommt es dabei häufiger dazu, dass die Suchmeldung direkt mit einem Foto veröffentlicht wird.

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