HalleVerzweifelte Suche: Hunde Tessa und Mailo sind seit zehn Tagen verschwunden

Rainer Wilke sucht seit zehn Tagen seine beiden Hunde. Morgens stand die eigentlich verriegelte Tür ihres Geheges plötzlich offen. Seitdem hat niemand die Hunde gesehen.

Uwe Pollmeier

Hier hat es sich Tessa noch auf dem Strandkorb bequem gemacht.Jetzt ist die Hündin spurlos verschwunden. - © Rainer Wilke
Hier hat es sich Tessa noch auf dem Strandkorb bequem gemacht.Jetzt ist die Hündin spurlos verschwunden. © Rainer Wilke

Halle-Hesseln. Wer Haustiere hat, weiß, dass diese auch gerne mal verschwinden. Schlangen schlüpfen aus dem Terrarium, Kaninchen krabbeln durch Lücken im Stall und Katzen jagen Mäusen auch mal über die Straße hinterher. Meistens tauchen sie aber nach kurzer Zeit wieder auf, entweder von alleine oder weil sie jemand gesehen hat und sie eingefangen werden konnten. Je größer das Tier ist, umso mehr fällt es eigentlich auf. Umso mysteriöser ist das Verschwinden zweier Hunde in Hesseln, die über Nacht aus ihrem verschlossenen Zuhause verschwanden und nun bereits seit zehn Tagen weder gesehen noch gefunden wurden.

Tiere sind wie vom Erdboden verschluckt

„Ich kann mir das nicht erklären, sie sind beide verschwunden und wurden bis heute von niemandem gesehen", sagt Rainer Wilke. Seine beiden Hunde Tessa (Deutscher Schäferhund) und Mailo (Jack Russell Terrier) sind seit der Nacht zum 13. November wie vom Erdboden verschluckt. Am Abend hatte Wilke sie gegen 23 Uhr zuletzt in ihrem 20 Quadratmeter großen Gehege mit einer drei Mal so großen Freilauffläche gesehen. „Dies ist von außen und in einer Höhe von etwa 2,20 Meter mit einem Schieberiegel gesichert", sagt Wilke.

Die Hunde seien unmöglich in der Lage, die Tür zu öffnen. Zudem leben sie bereits seit einigen Jahren bei Wilke auf dessen rund 5.000 Quadratmeter großen Grundstück, und sollte es einen Trick geben, wie sie abhauen könnten, wäre der ihnen wohl längst aufgefallen.

Alle Hebel in Bewegung gesetzt

Wilke lebt in einem frei stehenden Haus an der Osnabrücker Straße, die angrenzenden Grundstücke sind relativ weit weg. „Die Nachbarschaft kann ich komplett ausschließen", sagt der Diplom-Ingenieur. Das Verhältnis sei gut, und es habe nie Probleme wegen der Hunde gegeben. Er habe jedoch eine Vermutung, was mit den Hunden passiert sein könnte, möchte diese aber nicht öffentlich äußern.

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Kurz nach dem Verschwinden des schwarz-braunen Schäferhundes, der durch eine abgebissene Ohrspitze auffällt, und des braun-weißen Terriers, der einen Transponder trägt, um mit ihm per Funk kommunizieren zu können, hat Wilke alle Hebel in Bewegung gesetzt. Aufrufe in den Sozialen Netzwerken, Anrufe in den Tierheimen und Nachfrage bei Polizei oder Jägern. Alles ergebnislos. Zudem sind beide Tiere im zentralen Haustierregister „Tasso" vermerkt, aber auch darüber gab es bisher keine Hinweise.

Die Hunde Mailo (Jack Russell Terrier) und Tasso (Schäferhund) sind seit dem 13. November verschwunden - © Rainer Wilke
Die Hunde Mailo (Jack Russell Terrier) und Tasso (Schäferhund) sind seit dem 13. November verschwunden (© Rainer Wilke)

Lediglich zwei Hinweise auf die Hunde hat es bisher gegeben, beide erwiesen sich jedoch als falsch. „Erst gestern bin ich noch in Isselhorst gewesen, da dort ein schwarzer Hund gesehen wurde", sagt Wilke. Zuvor habe er in Pium gesucht. In beiden Fällen habe sich jedoch gezeigt, dass es sich bei den Hunden nicht um Mailo und Tessa handelte.

Auch das Hoftor stand offen

„Die beiden Hunde können nicht jagen, sie zieht es immer wieder zu Menschen hin", sagt Wilke. Es befürchtet somit, dass die Nahrungssuche langsam zum Problem werden könnte, sofern Mailo und Tessa vielleicht doch noch irgendwo in der Region herumstreunen. „Die beiden sind superwachsam", sagt Wilke. Es ist für ihn unerklärlich, wie sie ihr Gehege, das sie im Winter nachts gegen einen Platz im Haus eintauschen, verlassen konnten.

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Die Hunde laufen tagsüber auf dem großen, umzäunten Grundstück und nur nachts in ihrer großen Hundehütte. „Das Hoftor stand am Samstagmorgen ebenfalls offen", sagt Wilke. Vielleicht habe er selbst vergessen, dies zu schließen. Dass ihm solch ein Fehler gleichzeitig auch am Riegel des Geheges passiert ist, schließt er jedoch aus. „Mir ist das alles ein Rätsel", sagt Wilke.

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