HalleGerry Weber: Das passiert jetzt mit den Retouren

Der Modekonzern erarbeitet mit der Akademie Mode & Design ein neues Nachhaltigskeitskonzept.

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Gerry Weber plant ein neues Nachhaltigkeitsprojekt. - © Stefan Brueckner
Gerry Weber plant ein neues Nachhaltigkeitsprojekt. © Stefan Brueckner

Halle (HK). Wohin mit Restanten, Produktionsresten, Retouren – das ist die Frage, die sich fast alle Modeunternehmen stellen müssen, um zukünftig am Markt bestehen zu können. Auch bei der Gerry-Weber-Gruppe bildet das Thema Kreislaufwirtschaft einen bedeutenden Bestandteil der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Eines der Projekte vor diesem Hintergrund ist die Kooperation mit der Akademie Mode & Design (AMD).

„Vernichten war gestern, heute verwerten wir" – gemäß dieses Leitsatzes erarbeiteten 41 Studierende in Kooperation mit Gerry Weber acht Upcycling-Fashion-Konzepte. Die Master-Studierenden standen vor der Herausforderung, mögliche Verwendungsoptionen für überschüssiges und retourniertes Material von Gerry Weber zu konzipieren und zu gestalten.

Künftige Upcycling-Strategie

Ziel war es, auf der Basis von Restanten und Stoffresten der drei Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon ganzheitliche Konzepte zu erarbeiten, um diese zukünftig einer sinnvollen Nutzung im Sinne der Kreislaufwirtschaft zuführen zu können. Die Ergebnisse, Ende Juli von den Studierenden präsentiert, konnten die Jury – bestehend aus Lehrenden der AMD sowie Führungskräften von Gerry Weber – überzeugen: „Es ist wahnsinnig inspirierend, was so junge Menschen in unseren Produkten und unseren Marken sehen", so Angelika Schindler-Obenhaus, die als Vorstandsvorsitzende bei Gerry Weber auch Teil der Jury war.

Aus den vielfältigen Konzept-Vorschlägen wählte eine Jury zwei Siegerprojekte aus. Einige Ansätze werden der Gerry-Weber-Gruppe als Orientierung für eine zukünftige Upcycling-Strategie dienen. Für Marketing-Professorin und Jurorin Dr. Marion Steffen liegt hier die Besonderheit der Kooperation. „Die Verbindung des relevanten wie aktuellen Themas der Optionen von Circularity im Fashion-Sektor zu einem Ansatz, der auch Marketing-strategisch zu einer Repositionierung führen kann, hat die Spannung in diesem Projekt erzeugt."

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