HalleVorbereitet für den Notfall? Diese Sachen können bei Katastrophen helfen

Die Hilfsorganisation verweist auf das Bundesamt für Katastrophenhilfe und bietet einen Notfallrucksack an. Der Markt für solche Rucksäcke ist sehr umfangreich.

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Kreis Gütersloh (HK). Von einer Minute auf die andere plötzlich ohne Strom- und Wasserversorgung dastehen und dann für unbestimmte Zeit auf sich selbst angewiesen sein – die aktuelle Flutkatastrophe in Rheinland und Westfalen hat gezeigt, wie schnell jeder in eine derartige Situation geraten kann. Um für einen solchen Fall gerüstet zu sein, rät das Deutsche Rote Kreuz zur Vorsorge. Menschen sollten sich in einer Extremlage vorübergehend selbst helfen können.

Der Rotkreuzbeauftragte Jürgen Strathaus, Experte für Bevölkerungsschutz im Kreis Gütersloh: „Wir raten dazu, sich für den Ernstfall einen Vorrat mit allem Lebensnotwendigen anzulegen und folgen damit den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe." Unter www.bbk.bund.de gibt die Behörde im Internet Tipps zur Vorsorge für Notlagen aller Art.

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Wie lege ich einen Lebensmittelvorrat an? Was gehört in die Notfallapotheke? Wie steht es um den Hygienebedarf bei einer Unterbrechung der Wasserversorgung? Oder: Wo sollte ich die wichtigsten Dokumente griffbereit ablegen? Auf all diese Fragen gibt es Antworten. Empfohlen wird auch das Packen eines Notfallrucksacks, um im Falle einer Evakuierung – beispielsweise wegen einer Bombenentschärfung – schnell reagieren zu können.

Kreisrotkreuzleiterin Janet Müssig und der Rotkreuzbeauftragte und Bevölkerungsschutz-Experte Jürgen Strathaus raten vor dem Hintergrund der aktuellen Flutkatastrophe dazu, rechtzeitig Vorsorge zu treffen für einen möglichen Ernstfall. Das DRK selbst bietet zum Beispiel ein aus 23 Einzelartikeln bestehendes Notfallvorsorge-Paket für die ersten 48 Stunden an. - © Rainer Stephan
Kreisrotkreuzleiterin Janet Müssig und der Rotkreuzbeauftragte und Bevölkerungsschutz-Experte Jürgen Strathaus raten vor dem Hintergrund der aktuellen Flutkatastrophe dazu, rechtzeitig Vorsorge zu treffen für einen möglichen Ernstfall. Das DRK selbst bietet zum Beispiel ein aus 23 Einzelartikeln bestehendes Notfallvorsorge-Paket für die ersten 48 Stunden an. (© Rainer Stephan)

Nicht nur Lebensmittel und Wasser sind hilfreich

Ein Angebot in Sachen Notfallvorsorge kommt auch vom Deutschen Roten Kreuz selbst. Über sein Tochterunternehmen rotkreuzshop.de bietet die Hilfsorganisation ein Notfallvorsorge-Paket für die ersten 48 Stunden nach dem Eintreten des Ernstfalles an. Kreisrotkreuzleiterin Janet Müssig: „Das Set für die Selbsthilfe im Katastrophenfall steckt in einem wasserdichten Sack. Es besteht aus den Modulen Versorgung, Erste Hilfe, Hygiene und Technik."

Ein Lebensmittel- und Wasservorrat befindet sich ebenso darin wie Tabletten für die Wasserreinigung, eine Campinglampe, wetterfeste Streichhölzer, ein Rettungsmesser oder ein Kurbelradio, um jederzeit Meldungen über den Rundfunk empfangen zu können. Weiter gehören eine Liste mit Notfallnummern und ein Flyer zur persönlichen Notfallvorsorge zum Sortiment. Der Preis für das 48-Stunden-Notfallvorsorge-Paket beträgt 124,95 Euro. Jürgen Strathaus: „Auf den ersten Blick viel Geld. Doch aufgrund der langen Haltbarkeit der Artikel ist man über viele Jahre auf Notlagen bestens vorbereitet."

Es gibt einen fast unübersehbaren Markt für Notfallrucksäcke. Experten nennen für einen guten gefüllten Notfallrucksack die Preisspanne zwischen 150 und 200 Euro. Allerdings komme es sehr darauf an, von welcher Qualität der Rucksack selbst und auch die Gegenstände darin seien. Wer sich mit der Frage nach dem Kauf eines Notfallrucksacks beschäftigt, sollte zunächst einmal eine gründliche Recherche im Internet betreiben.

Der Rucksack sollte leicht sein

Anschließend sollte genau überlegt werden, für welche Notfälle der Rucksack geeignet sein soll und was sich entsprechend darin befinden muss. Geachtet werden sollte auch auf eine gute Qualität und insbesondere darauf, dass die Gegenstände im Rucksack leicht sind. Wer das Tragen von Gewicht auf dem Rücken nicht gewohnt ist, kommt sonst sehr schnell an die Grenzen.

Es gibt auch leere Rucksäcke, die – je nach Bedarf – selbst befüllt werden können.

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