HallePolizei sucht Zeugen: Transporterfahrer touchiert elfjähriges Kind

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Ein Transporterfahrer hat auf dem Gartnischen Weg ein Kind auf einem Fahrrad touchiert (Symbolbild). - © CC0 Pixabay
Ein Transporterfahrer hat auf dem Gartnischen Weg ein Kind auf einem Fahrrad touchiert (Symbolbild). © CC0 Pixabay

Halle (HK). Bereits am Mittwochmorgen (09.06.) ist es auf dem Gartnischer Weg zu einem Unfall gekommen, bei dem ein Kind beteiligt war. Die Polizei sucht nun nach dem Fahrer eines weißen Transporters, der die Unfallstelle verlassen hat, ohne die Polizei zu rufen.

Der elfjährige Junge befuhr um 7.05 Uhr mit seinem Fahrrad den linken Fußweg des Gartnischer Wegs in Richtung Halle Innenstadt. Aus der Gegenrichtung befuhr der bislang unbekannte Fahrer des weißen Transporters den Gartnischer Weg und beabsichtigte nach rechts auf ein Grundstück zu fahren. Hierbei kam es zur Kollision zwischen den beiden Verkehrsbeteiligten. Den weiteren Angaben nach erkundigte sich der Transporterfahrer nach dem Befinden des Kindes. Nachdem der Junge zunächst bestätigte, dass alles in Ordnung sei, setzten der Transporterfahrer sowie auch der Junge ihre Fahrt fort, ohne die Personalien ausgetauscht zu haben.Im Nachhin stellte der Junge leichte Verletzungen fest.

Der Fahrer ist circa 40 Jahre alt

Die Polizei betont, dass dieses Verhalten des Autofahrers nicht richtig war. Sie sucht den Mann deshalb nun. Der Fahrer wurde als etwa 40 Jahre alt und ca. 1,80 Meter groß beschrieben. Der Mann hatte helle Haare und einen kurzen Bart. Die Polizei Gütersloh sucht Unfallzeugen. Wer kann Angaben Hinweise zu dem beschriebenen Fahrer des Transporters geben? Angaben dazu nimmt die Polizei Gütersloh unter der Nummer 05241 869-0 entgegen.

Doch warum darf der Autofahrer sich nicht entfernen? Das Kind hat doch bestätigt, dass es unverletzt war. Zunächst einmal ist es richtig, dass der Autofahrer anhält und sich nach dem Befinden des am Unfall beteiligten Kindes erkundigt. In vielen Fällen und unter Schock verneinen die Kinder dann aber diese Frage. Allerdings stellt sich die Sachlage im Nachhinein oft anders dar, als es auf den ersten Blick scheint.

Kinder sind oft überfordert von der Situation

Nach einem - wenn auch leichten - Verkehrsunfall sind die allermeisten Kinder schlicht überfordert, die Situation und ihren Gesundheitszustand richtig einzuschätzen. Viele sind sehr erschrocken, verwirrt und verängstigt. Ihre Eltern oder andere Vertrauenspersonen sind nicht bei ihnen, außerdem werden sie von fremden Menschen angesprochen. Zudem sind Kinder unter 14 Jahren für den Gesetzgeber keine Feststellungsberechtigten im Sinne des § 142 StGB. Damit begeht ein Autofahrer, der in einer solchen Situation weiterfährt, Unfallflucht.

In den meisten Fällen hatten die unfallbeteiligten Autofahrer gar nicht die Absicht, vom Unfallort zu flüchten - erfüllen durch ihr Verhalten aber den Tatbestand der Verkehrsunfallflucht. Deshalb rät die Polizei: "In Ihrem eigenen Interesse, dem des Kindes sowie dem seiner Eltern sollte zu Unfällen, bei denen Kinder beteiligt waren, immer die Polizei hinzu gezogen werden."

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