HalleTrotz Konkurrenz: Land fördert Skate- und Bewegungspark mit 750.000 Euro

Die Stadt kann sich über eine üppige Förderzusage freuen. Beim neuen Jugendzentrum wird ihr Antrag zwar nicht berücksichtigt – dennoch hoffen die Verantwortlichen weiter.

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Das Land gibt Fördermittel für den Skate- und Bewegungspark. - © Symbolbild CC0 Pixabay
Das Land gibt Fördermittel für den Skate- und Bewegungspark. © Symbolbild CC0 Pixabay

Halle (HK/maut). Diese Post von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, löst in Halle große Freude aus. Halle hatte wie berichtet einen Antrag auf Unterstützung für die Erweiterung des Skate- und Bewegungsparks Masch durch das Städtebauförderprogramm gestellt. Auf 750.000 Euro hoffte die Verwaltung – und die wird sie auch erhalten.

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So soll der neue Skate- und Bewegungsprk aussehen

Somit steht dem Bau der Anlage mit geplanter Fertigstellung im kommenden Jahr nichts mehr im Wege. Das Städtebauförderprogramm umfasst 294 Projekte in 214 Städten und Gemeinden des Landes. 512 Millionen Euro werden insgesamt investiert, der kommunale Eigenanteil beläuft sich dabei auf rund 143 Millionen Euro. Von den 368 Millionen Euro Fördermitteln tragen das Land Nordrhein-Westfalen rund 195 Millionen Euro, der Bund rund 171 Millionen Euro und die Europäische Union rund zwei Millionen Euro. In die Region Ostwestfalen-Lippe fließen insgesamt 47,3 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm.

Nachfrage nach Fördermitteln war groß

Die Skateranlage soll ein komplett neues Gesicht erhalten. - © Nicole Donath
Die Skateranlage soll ein komplett neues Gesicht erhalten. (© Nicole Donath)

Die Stadt Halle profitiert dabei vom „Investitionspakt Sportstätten", der im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms besonders niederschwellige Freizeit- und Sportangebote fördert. „Aufgrund der Pandemie waren die Fördertöpfe in diesem Jahr besonders stark überzeichnet, so dass unsere Freude über die Bewilligung unseres Antrags für den Skate- und Bewegungspark Masch groß ist", sagt Bürgermeister Thomas Tappe. Angesichts der zahlreichen Anträge war keinesfalls klar, dass Halle auch zum Zuge kommt.

„Mit dem Skate- und Bewegungspark schaffen wir ein neues attraktives Angebot für Jung und Alt und können auch jene ansprechen, die nicht in Vereinen organisiert sind." Auch die zuständige Fachbereichsleiterin Regina Höppner ist glücklich, dass die jahrelange Vorplanung des Projektes nun zeitnah realisiert werden kann. „Wir werden mit dem zuständigen Ausschuss für Schule und Sport und allen Beteiligten Sportlergruppen die nächsten konkreten Schritte besprechen und noch in diesem Jahr die Ausschreibungen über die Bühne bringen. 2022 kann die Anlage dann gebaut und auch schon genutzt werden." Insgesamt sind Kosten von 1,1 Millionen Euro für den Skate- und Bewegungspark geplant.

Jugendzentrum geht leer aus

Doch es gab nicht nur gute Nachrichten für die Lindenstadt: Der Neubau des mit 2,45 Millionen Euro Baukosten veranschlagten Haller Jugendzentrums wurde bei der Fördermittelvergabe für das Programmjahr 2021 leider nicht berücksichtigt. Hierzu hatte die Stadt einen Förderantrag in Höhe von 1,2 Mio. Euro gestellt. „Die Absage ist bedauernswert, aber Neubauten wie unser Jugendzentrum werden in den Förderrichtlinien zur Stadterneuerung im Vergleich zur Erneuerung von Bestandsgebäuden nachrangig behandelt", sagt Thomas Tappe.

Weil die Haller seitens der zuständigen Behörde ausdrücklich für die Qualität des Antrages und der Maßnahme gelobt und zu einer erneuten Bewerbung ermuntert wurden, bleibt der Bürgermeister zuversichtlich: „Wir werden die verschiedenen Optionen zeitnah in den politischen Gremien beraten, um die beste Lösung für den Neubau des Jugendzentrums zu finden."

Verschiebt sich der Baubeginn?

Eine Option wäre ein erneuter Antrag, den die Stadt bis zum 30. September einreichen müsste. Dann würde sich der Baubeginn wohl in das kommende Frühjahr verschieben. Ursprünglich sollte es in diesem Spätsommer oder Herbst losgehen.

Es wäre theoretisch auch denkbar, ohne Fördermittel zu bauen. „Davon würde ich abraten, denn wir benötigen aus meiner Sicht die Fördersumme. Aber das ist letztlich eine politische Entscheidung", sagt Thomas Tappe. Am grundsätzlichen politischen Bekenntnis zum Projekt ändere die Absage aus seiner Sicht allerdings nichts. Es geht also noch einmal um Zeit und Geld.

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